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	Kommentare zu: Kreistag Potsdam-Mittelmark: Bündnisgrüne Fraktion lehnt große Gemeinschaftsunterkunft in Schmerwitz ab	</title>
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	<description>Die Bürgerzeitung - Von uns &#38; für uns!</description>
	<lastBuildDate>Fri, 08 Jan 2021 20:23:58 +0000</lastBuildDate>
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		Von: Anonym		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anonym]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2021 20:23:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ergänzung: Pressemitteilung von Dr. Johannes Blatt, Gemeindevertreter Wiesenburg/Mark, 8.1.2020


Laut Beschlussvorlage für den Kreistag (https://pm-belzig.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=2021-ASA-7) plant die Kreisverwaltung PM zum 1.4.2021 die Einrichtung einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Gebäude des ehemaligen Seniorenheims und Nebengebäuden auf dem Gelände von Schloss Schmerwitz. Die Gemeinschaftsunterkunft soll mindestens 5 Jahre bestehen und 224 Unterbringungsplätze bieten. Der Sozialausschuss des Kreistags soll am 21.1. ein Votum abgeben, bevor der Kreisausschuss am 18.2. die Anmietung des Objekts durch den Landkreis beschließen soll.


Als Gemeindevertreter in der Gemeinde Wiesenburg/Mark und als Schmerwitzer Bürger, der sich 2015 für die Aufnahme und Begleitung von Geflüchteten in Schmerwitz engagiert hat, lehne ich die vom Landkreis geplante Einrichtung einer Gemeinschaftsunterkunft in Schmerwitz entschieden ab.:

    Massenunterkünfte mit 6 qm Wohnraum pro Person in Mehrbettzimmern sind grundsätzlich keine gute Unterbringungsform für schutzbedürftige Menschen. Sie befördern Konflikte und psychische Beschwerden. Sie behindern die Integration der untergebrachten Menschen und erschweren ein autonomes Leben. Sie gefährden die gesunde Entwicklung von Kindern - und sind in Corona-Zeiten besonders problematisch.

    Schmerwitz ist aufgrund der schlechten Bus-Anbindung (kein Busverkehr nach 18 Uhr, wochenends nur Bürgerbus) und Versorgungsinfrastruktur völlig ungeeignet für eine Gemeinschaftsunterkunft.

    2015 haben zahlreiche Schmerwitzer Bürger*innen die Aufnahme von ca. 40 Menschen aus Syrien in Wohnungen im Dorf initiiert und begleitet. Heute leben in Schmerwitz 246 Menschen, davon 25 Geflüchtete. Ein weltoffenes Dorf wie Schmerwitz kann weitere Geflüchtete aufnehmen, in überschaubarer Zahl und in Wohnungen dezentral untergebracht. Die vom Landkreis geplante Gemeinschaftsunterkunft mit 224 Plätzen würde die Integrationskapazitäten des Dorfes jedoch komplett sprengen.


Ich appelliere an die Kreistagsabgeordneten, die Beschlussvorlage der Kreisverwaltung abzulehnen. Als Landkreis, als Gemeinde, als Dorf und als individuelle Menschen sollten wir unserer Verantwortung zur Aufnahme von Geflüchteten nachkommen - in Würde und so, dass Integration gelingen kann. Das Projekt &quot;Gemeinschaftsunterkunft Schmerwitz&quot; steht für Isolation statt Integration.


Dr. Johannes Blatt

Schmerwitz, Gemeindevertreter in der Gemeinde Wiesenburg/Mark, Bündnis 90/Die GRÜNEN]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzung: Pressemitteilung von Dr. Johannes Blatt, Gemeindevertreter Wiesenburg/Mark, 8.1.2020</p>
<p>Laut Beschlussvorlage für den Kreistag (<a href="https://pm-belzig.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=2021-ASA-7" rel="nofollow ugc">https://pm-belzig.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=2021-ASA-7</a>) plant die Kreisverwaltung PM zum 1.4.2021 die Einrichtung einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Gebäude des ehemaligen Seniorenheims und Nebengebäuden auf dem Gelände von Schloss Schmerwitz. Die Gemeinschaftsunterkunft soll mindestens 5 Jahre bestehen und 224 Unterbringungsplätze bieten. Der Sozialausschuss des Kreistags soll am 21.1. ein Votum abgeben, bevor der Kreisausschuss am 18.2. die Anmietung des Objekts durch den Landkreis beschließen soll.</p>
<p>Als Gemeindevertreter in der Gemeinde Wiesenburg/Mark und als Schmerwitzer Bürger, der sich 2015 für die Aufnahme und Begleitung von Geflüchteten in Schmerwitz engagiert hat, lehne ich die vom Landkreis geplante Einrichtung einer Gemeinschaftsunterkunft in Schmerwitz entschieden ab.:</p>
<p>    Massenunterkünfte mit 6 qm Wohnraum pro Person in Mehrbettzimmern sind grundsätzlich keine gute Unterbringungsform für schutzbedürftige Menschen. Sie befördern Konflikte und psychische Beschwerden. Sie behindern die Integration der untergebrachten Menschen und erschweren ein autonomes Leben. Sie gefährden die gesunde Entwicklung von Kindern &#8211; und sind in Corona-Zeiten besonders problematisch.</p>
<p>    Schmerwitz ist aufgrund der schlechten Bus-Anbindung (kein Busverkehr nach 18 Uhr, wochenends nur Bürgerbus) und Versorgungsinfrastruktur völlig ungeeignet für eine Gemeinschaftsunterkunft.</p>
<p>    2015 haben zahlreiche Schmerwitzer Bürger*innen die Aufnahme von ca. 40 Menschen aus Syrien in Wohnungen im Dorf initiiert und begleitet. Heute leben in Schmerwitz 246 Menschen, davon 25 Geflüchtete. Ein weltoffenes Dorf wie Schmerwitz kann weitere Geflüchtete aufnehmen, in überschaubarer Zahl und in Wohnungen dezentral untergebracht. Die vom Landkreis geplante Gemeinschaftsunterkunft mit 224 Plätzen würde die Integrationskapazitäten des Dorfes jedoch komplett sprengen.</p>
<p>Ich appelliere an die Kreistagsabgeordneten, die Beschlussvorlage der Kreisverwaltung abzulehnen. Als Landkreis, als Gemeinde, als Dorf und als individuelle Menschen sollten wir unserer Verantwortung zur Aufnahme von Geflüchteten nachkommen &#8211; in Würde und so, dass Integration gelingen kann. Das Projekt &#8222;Gemeinschaftsunterkunft Schmerwitz&#8220; steht für Isolation statt Integration.</p>
<p>Dr. Johannes Blatt</p>
<p>Schmerwitz, Gemeindevertreter in der Gemeinde Wiesenburg/Mark, Bündnis 90/Die GRÜNEN</p>
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