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	<title>Setzsteig &#8211; Fläming 365</title>
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	<description>Die Bürgerzeitung - Von uns &#38; für uns!</description>
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		<title>Löschwasserbrunnen in der Gemeinde Wiesenburg/Mark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Loth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Sep 2025 09:12:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wiesenburg/Mark. Bereits vor der Wende dienten vielerorts Dorfteiche als Löschwasserentnahmestellen, die meist gut zugänglich in den Ortsmitten lagen. Bis 2018 bestand auch kaum Anlass, die Leistungsfähigkeit dieser Teiche infrage zu stellen. Die Gemeinde Wiesenburg/Mark ist jedoch verpflichtet, eine angemessene Löschwasserversorgung im Rahmen des sogenannten Grundschutzes vorzuhalten. Dieser Grundschutz beinhaltet in der Regel eine Löschwasserreserve von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/"><strong>Wiesenburg/Mark.</strong></a> Bereits vor der Wende dienten vielerorts Dorfteiche als Löschwasserentnahmestellen, die meist gut zugänglich in den Ortsmitten lagen.</p>
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<p><span id="more-90928"></span></p>
<p>Bis 2018 bestand auch kaum Anlass, die Leistungsfähigkeit dieser Teiche infrage zu stellen. Die <a href="https://flaeming365.de/tag/gemeinde-wiesenburg-mark/">Gemeinde Wiesenburg/Mark</a> ist jedoch verpflichtet, eine angemessene Löschwasserversorgung im Rahmen des sogenannten Grundschutzes vorzuhalten. Dieser Grundschutz beinhaltet in der Regel eine Löschwasserreserve von 48 m³ pro Stunde über einen Zeitraum von mindestens zwei Stunden (insgesamt also 96 m³). Auf Grund des Klimawandels und der immer wiederkehrenden Trockenperioden gerade im Sommer, führen die meisten Dorfteiche gerade in dieser Jahreszeit nicht ausreichend Wasser. So mussten alle Gemeinden neue Lösungen finden.</p>
<p>Seit 2020 wurde in der Gemeinde Wiesenburg/Mark in mehreren Orten neue Brunnen gebohrt. Fertiggestellt und im Anlagevermögen aktiviert wurden bereits fünf Löschwasserbrunnen. Diese befinden sich in <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/lehnsdorf/">Lehnsdorf</a> (2020), <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/klepzig/">Klepzig</a> (2020), <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/benken/">Benken</a> (2021), <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/reppinichen/">Reppinichen</a> (2021) und in <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/jeserigerhuetten/setzsteig/">Setzsteig</a> (2022). Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beliefen sich wie folgt:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Lehnsdorf – 30.531,79 Euro</p>
<p style="padding-left: 40px;">Klepzig – 30.910,51 Euro</p>
<p style="padding-left: 40px;">Benken – 38.970,84 Euro</p>
<p style="padding-left: 40px;">Reppinichen – 33.045,06 Euro</p>
<p style="padding-left: 40px;">Setzsteig – 24.543,36 Euro</p>
<p>Für den Brunnen in Setzsteig hat die Gemeinde eine Zuwendung vom Land in gleicher Höhe erhalten. Im Bau befinden sich derzeit noch die Löschwasserbrunnen in <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/medewitz/">Medewitz</a>, <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/jeserigerhuetten/">Jeserigerhütten</a>, <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/medewitz/medewitzerhuetten/">Medewitzerhütten</a>, <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/reetzerhuetten/">Reetzerhütten</a>, <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/muetzdorf/">Mützdorf</a>, <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/schlamau/schmerwitz/">Schmerwitz</a>, <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/reetz/">Reetz</a>, <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/grubo/">Grubo</a> und <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/neuehuetten/">Neuehütten</a>. Die bisherigen Baukosten belaufen sich hierbei auf insgesamt 398.768,89 Euro. Dem entgegen stehen Zuwendungen vom Land für den Löschwasserbrunnen in Medewitz in Höhe von 47.878,93 Euro und für die anderen acht Löschwasserbrunnen in Höhe von 180.000,00 Euro.</p>
<p>Bei den Brunnen handelt es sich um sogenannte mittlere Löschwasserbrunnen mit Tiefpumpe. Aufgrund des sehr trockenen Sommers 2018, in dessen Folge mehrere Dorfteiche nahezu vollständig ausgetrocknet waren, sah sich die Gemeinde Wiesenburg/Mark als zuständiger Aufgabenträger für den örtlichen Brandschutz und die örtliche Hilfeleistung veranlasst, die Löschwasserversorgung grundlegend zu überdenken.</p>
<p>Zur Sicherstellung dieser Versorgung nutzt die Gemeinde verschiedene Quellen: das örtliche Trinkwassernetz, Dorf- und Löschteiche, unterirdische Löschwasserbehälter (Zisternen) sowie seit 2018 zusätzlich Löschwasserbrunnen. Im Vergleich zu unterirdischen Behältern oder Teichen können mittlere Löschwasserbrunnen deutlich kostengünstiger errichtet werden. Während Zisternen oder Teiche in vielen Fällen eine Baugenehmigung mit statischer Berechnung sowie größere Flächen erfordern, sind Brunnen lediglich anzeigepflichtig.</p>
<p>Ein wesentlicher Vorteil der mittleren Löschwasserbrunnen liegt in ihrer ganzjährigen Nutzbarkeit. Durch den Anschluss an eine externe Stromversorgung können sie auch im Falle eines Stromausfalls oder bei einer Lage im Wald von der Feuerwehr über eine Netzersatzanlage betrieben werden.</p>
<p>Die &#8222;Brunnen nach DIN 14220-800 T&#8220; verfügen in der Regel über eine Förderleistung von mindestens 800 l/min. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten in der Gemeinde Wiesenburg/Mark muss das Löschwasser dabei aus Tiefen zwischen 40 und 80 Metern gefördert werden. Hierfür kommen entsprechend leistungsstarke Tiefpumpen mit einer Antriebsleistung von über 15 kW zum Einsatz.</p>
<p>Seit 2018 konnten in enger Zusammenarbeit mit privaten Waldbesitzern sowie mit finanzieller Unterstützung durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark, das Ministerium des Innern und für Kommunales sowie das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz insgesamt 18 neue Löschwasserbrunnen mit Tiefpumpe errichtet werden. Derzeit werden unter Federführung des Forstamtes Potsdam-Mittelmark weitere neun Brunnen im Gemeindegebiet gebaut, die insbesondere in Waldgebieten eine schnelle und effektive Brandbekämpfung ermöglichen sollen. Sicherlich ist schon bald mit der Fertigstellung einzelner Löschwasserbrunnen zu rechnen.</p>
<p><em>(Text mit Unterstützung von Jens-Uwe Werner und der Gemeinde Wiesenburg/Mark | Artikelfoto: Brunnenbohrung in Reetz)</em></p>
<p>Views: 150</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Diamantene Hochzeit in Setzsteig</title>
		<link>https://flaeming365.de/2022/09/06/diamantene-hochzeit-in-setzsteig/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Loth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2022 14:17:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jeserigerhütten]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Potsdam-Mittelmark]]></category>
		<category><![CDATA[Setzsteig]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesenburg/Mark]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeserigerhütten, Setzsteig. Dass Ingrid und Ulrich Peter ihre diamantene Hochzeit einmal in Setzsteig feiern würden, war weder geplant noch vorauszusehen. Obwohl sie den kleinen Ortsteil von Wiesenburg schon lange Zeit kannten, ehe sie ihren Wohnsitz dorthin verlegt hatten. Das Häuschen gehörte nämlich Tante und Onkel von Ingrid Peter. Besonders Ingrid Peter fiel es etwas schwer, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/jeserigerhuetten/">Jeserigerhütten</a>, <a href="https://flaeming365.de/category/orte/potsdam-mittelmark/wiesenburg-mark/jeserigerhuetten/setzsteig/">Setzsteig</a>.</strong> Dass Ingrid und Ulrich Peter ihre diamantene Hochzeit einmal in Setzsteig feiern würden, war weder geplant noch vorauszusehen. Obwohl sie den kleinen Ortsteil von Wiesenburg schon lange Zeit kannten, ehe sie ihren Wohnsitz dorthin verlegt hatten. Das Häuschen gehörte nämlich Tante und Onkel von Ingrid Peter. Besonders Ingrid Peter fiel es etwas schwer, sich einzugewöhnen. Liegt das Dörfchen doch ziemlich abseits ohne öffentlichen Nahverkehr. So ist man dort auf das Auto angewiesen. Aber ihre Zweifel verschwanden schnell. <em>„Im Grunde sind hier alle befreundet, ohne sich gegenseitig auf den Keks zu gehen“</em>, schmunzelt sie. Ihr gefällt vor allem die Art, hier zu leben.<span id="more-57957"></span></p>
<p>Das Ehepaar stammt aus der Region um Leuna und Buna, dem Zentrum der chemischen Industrie der ehemaligen DDR. Ingrid Peter ist gelernte Krankenschwester, ihr Mann hat in den Leuna-Werken gearbeitet. Ulrich Peter und der Bruder von Ingrid Peter waren Kollegen. So ergab es sich, dass Ulrich Peter bei einem Besuch die junge Ingrid sah und sofort dachte: das ist die Richtige. Obwohl beide aus unterschiedlichen Verhältnissen stammten, er aus einem ländlichen Haushalt, sie eher aus einem städtischen. Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an.</p>
<p>Ulrich Peter begann schon zeitig, im Schichtbetrieb zu arbeiten und auch Ehefrau Ingrid hatte als Krankenschwester Schichtarbeit. Kein einfaches Familienleben. <em>„Aber so konnten wir uns nicht streiten“</em>, lachen beide. Das Ehepaar bekam zwei Töchter. Diese wollten nach dem Studium aber nicht in die Region zurück. Da waren die Eheleute Mitte 40 und dachten sich, es ist Zeit für etwas Neues.</p>
<p>Eine LPG bei Eilenburg wollte ein kleines Kulturhaus mit Gaststätte aufbauen. Ingrid und Ulrich Peter besichtigten den heruntergekommenen Gasthof und sahen ihre Chance. Zumal man ihnen bei der Gestaltung freie Hand ließ. Also wurde das Häuschen bei Buna verkauft und es ging nach Eilenburg. <em>„Da haben wir uns so richtig wohl gefühlt“</em>, sagt Ingrid Peter.</p>
<p>Der Gong kam für das Ehepaar nach der Wende. Die Nachfahren der ehemaligen Besitzer wollten Haus und Hof zurück. Jedoch ist wie in vielen derartigen Fällen am Ende nichts passiert. <em>„Alles ist zusammengefallen und wurde abgerissen, heute stehen nur noch die drei Birken, die wir damals gepflanzt haben“</em>, sagt Ingrid Peter wehmütig. Aber das Paar, das durch die vielen Feierlichkeiten in der Region sehr bekannt geworden war, erhielt ein Angebot einer anderen Agrargenossenschaft, das dortige Klubhaus zu übernehmen. Sie wagten noch einmal den Schritt und übernahmen dieses auf Pachtbasis. Mit dem Millennium haben sie dann ihr Arbeitsleben in diesem Bereich zu Ende gebracht.</p>
<p>Bereits vorher waren sie viel in Setzsteig. An den Wochenenden hat Ulrich Peter dort gewerkelt und den Bungalow hergerichtet. Denn Anfangs gab es dort nicht einmal Wasser, nur Brauchwasser. Auch eine Heizung suchte man vergeblich, auch heute noch. Kamin- und Kachelöfen spenden Wärme</p>
<p><em>„Wenn wir am Wochenende kamen, wurden wir oft mit einem großen Topf Bohnensuppe verwöhnt“</em>, erinnert sich Ingrid Peter.</p>
<p>Ursprünglich lebten in den Häusern die einfachen Forstarbeiter. In den siebziger Jahren wurden in Wiesenburg Neubaublöcke gebaut und wer wollte, konnte umziehen. Die frei werdenden Häuschen wurden „handverlesen“ verpachtet. So kamen Tante und Onkel von Ingrid Peter zu dem kleinen Häuschen .Nach der Wende kam das Angebot, das Häuschen kaufen zu können. Da die beiden auch schon alt waren, wurde gemeinsam beraten und gekauft. Da Tante und Onkel keine Kinder hatten, stand fest, dass Ingrid Peter das alles einmal bekommen würde. Bausparverträge wurden geschlossen, um das Häuschen auf Vordermann zu bringen. 2001 war dann alles soweit fertig, dass man schon darin wohnen konnte. Zumindest an den Wochenenden, denn damals war noch nicht geplant, ständig nach Setzsteig zu ziehen. Ziel war, für jeden einen Schlafplatz und einen Platz am Tisch, denn zur Familie gehören inzwischen auch Enkelkinder. Aber es sollte immer eine „Hütte“ bleiben. Ingrid Peter arbeitet noch über fünf Jahre in Leipzig, während Ulrich Peter in Setzsteig weiter baute.</p>
<p>Als auch sie dann in Rente ging fiel die Entscheidung, für immer nach Setzsteig überzusiedeln. Jetzt vergeht kein Weihnachten, an dem nicht die ganze Familie dort zusammen kommt, auch wenn Heilig Abend dann manchmal schon am 1. Advent ist. <em>„Unser Wunsch ist, dass wir noch lange und vor allem gesund hier leben können“</em>, so das Ehepaar.</p>
<p>Views: 21</p>]]></content:encoded>
					
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