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Fragen und Antworten beim Hauptausschuss vom 23. Juni 2026 in Wiesenburg/Mark

Wiesenburg/Mark. Die Sitzungen des Hauptausschusses werden nicht nur zur Vorbereitung der Beschlüsse für die Gemeinvertretung durchgeführt. Es gibt dort auch Informationen durch den Bürgermeister und anwesende Einwohner könne im öffentlichen Teil Fragen stellen, die sie bewegen.

Eine positive Meldung verkündete Bürgermeister Marco Beckendorf auf der jüngsten Sitzung. Eine Firma für Heizung und Sanitär aus Bad Belzig zieht in das Verwaltungsgebäude von Christinenbrunnen ein. Letztere hatte das Gebäude errichtet, aber nie in Betrieb genommen. Gut für die Gemeinde und die Gewerbesteuern.

Außerdem ist das Minus im Haushaltsergebnis nicht so hoch ausgefallen, wie befürchtet, was natürlich sehr erfreulich ist. Trotzdem ist die Haushaltslage angespannt, und das nicht nur in der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Hierzu gibt es ein Positionspapier des Städte- und Gemeindebundes, wie Marco Beckendorf informierte. Darin wird eine auskömmliche Finanzierung übertragener Aufgaben gefordert. Der Bürgermeister sucht gemeinsam mit anderen Verwaltungschefs das Gespräch mit dem Finanzministerium. In Wiesenburg sind die Investitionen um 11 Prozent eingebrochen, die Gewerbesteuereinnahmen dagegen gestiegen. „Wir fahren keinen Panikmodus“, so der Rathauschef, aber die Lage sei immer noch ernst.

Durch die Schließung des Exile Media Hubs in Schmerwitz sind auch wieder Einwohnerverluste zu verzeichnen. Diese hofft man auszugleichen, wenn Ende des Jahres die ersten Bewohner in das KoDorf einziehen.

Die Regenbogenaktion des Rathauses für Toleranz und Vielfalt ist allgemein recht gut angekommen. Lediglich auf Facebook gab es negative Kommentare dazu.

Die Bürger bewegt derzeit der Zustand in den einzelnen Orten. Die gemeindeeigenen Flächen sähen katastrophal aus, hieß es in der Einwohnerfragestunde. Marco Beckendorf erklärte die Situation mit der im Moment schlechten personellen Besetzung des Bauhofs. Außerdem sind Flächen in Medewitz dazu gekommen, um die sich früher der Heimatverein gekümmert hat. Der Regen vor der jetzigen Hitzeperiode hat zusätzlich zum Wachstum der Gräser beigetragen. Für die Pflege der Wanderwege hat der Landkreis die Aufgaben ausgeschrieben, es ist aber noch nichts vergeben.

Mit dem neuen Busfahrplan gibt es in den „Balkandörfern“ (Mützdorf, Klepzig und Lehnsdorf) Probleme. Dort fährt derzeit kein Bus mehr und die Einwohner fragen sich, wie sowohl die Kinder zum Hort in den Ferien als auch gerade die älteren Einwohner zum Einkaufen oder zum Arzt nach Wiesenburg kommen sollen. Hier ist man auf der Suche nach Lösungen. Positiv ist aber schon mal, dass jetzt endlich auch der Wiesenburger Bahnhof angefahren wird.

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