Gemeindehaus Groß Marzehns

Klein Marzehns: Neue Gebühren für die Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser – Unstimmigkeit bei den Gemeindevertretern

Klein Marzehns. Auf Grund der angespannten Haushaltslage in der Gemeinde Rabenstein/Fläming wurde unter anderem die Auflage der Kommunalaufsicht erteilt, die geltende Haus-und Benutzungsordnung für die Gemeinschaftshäuser aus dem Jahre 2020 zu überarbeiten und den rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen anzupassen.

Die Anpassung bzw. die Erhöhung der Nutzungsentgelte ist natürlich ein wesentlicher Bestandteil der Neufassung. 

Zugrunde liegen hier die durchschnittlichen jährlichen Ausgaben für die Bewirtschaftung der fünf Dorfgemeinschaftshäuser der Gemeinde in Höhe von 36.000 Euro. Die Einnahmen betrugen hingegen jährlich nur 9.800 Euro durchschnittlich. Der hohe Fehlbetrag musste in den vergangenen Jahren aus dem Gemeindehaushalt ausgeglichen werden. 

Eine Nullsummenrechnung wäre schier unrealistisch, aber der Fehlbetrag muss reduziert werden. Aus diesem Grund sollen zukünftig nur die nötigsten Reparaturen durchgeführt und Neuanschaffungen nur mit Fördermittel genehmigt werden. 

Die vorgeschlagene Erhöhung der Nutzungsentgelte durch die Amtsverwaltung Niemegk stieß auf Unmut bei einigen Mitgliedern der letzten Gemeindevertretersitzung. Diese sieht Mehrkosten in Höhe von 20 Euro für gemeindeansässige VeranstalterInnen vor. Das bedeutet für die Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser ein Betrag von 50 Euro in Neuendorf und Raben, 85 Euro in Garrey, 100 Euro in Groß Marzehns und 90 Euro in Buchholz. 

Auswärtige VeranstalterInnen müssten noch tiefer ins Portemonnaie greifen, von 75 bis 150 Euro.

„Die Einheimischen, die ringsherum alles in Ordnung halten, die Arbeitseinsätze tätigen und die die Dorfgemeinschaftshäuser am Leben erhalten, sollen mehr bezahlen? Damit bin ich nicht einverstanden“, wurde argumentiert. 

„Es wird eine Menge Geld in die Dorfgemeinschaftshäuser gesteckt. Bevor wir die Auflage bekommen, diese zu schließen, weil sie so viel kosten, sollten wir guten Willen zeigen und die Gebühren etwas erhöhen“, merkte Ortsvorsteher von Buchholz Bernd Koppelmeyer an. 

Da eine Einigung der Gemeindevertreter nicht erzielt werden konnte, wurde die Beschlussfassung zurückgestellt. „Wir geben das nochmal in die Ortsbeiräte. Dann kann jeder Ortsbeirat schauen, was finanziell möglich wäre“, sagte Bürgermeister Siegfried Frenzel. 

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