Borkwalde. Wer den Radweg entlang der Ernst-Thälmann-Straße in Borkwalde nutzt, könnte in Gefahr schweben. Die Gemeindevertretung Borkwalde am 23. September 2026 diskutierte über eine Gefahrenquelle an der Kreuzung Anders-Celsius-Strasse. Janine Gerike und Philipp Konopka (WiB/CDU/BVB) haben einen Prüfantrag eingereicht.
„An der Querung des Radweges mit der Anders-Celsius-Straße bestehen erhebliche Sichtbehinderungen. Aufgrund eines vorhandenen Sichtschutzzaunes können sich Kraftfahrzeugführer und Radfahrende erst sehr spät gegenseitig wahrnehmen. Autofahrer müssen teilweise bereits in den Bereich des Radweges einfahren, um die Sicht auf herannahende Radfahrende zu erhalten. Gleichzeitig können Radfahrende die Fahrbahn erst unmittelbar vor dem Kreuzungsbereich einsehen“, erklären beide in der Begründung ihres Antrages.
Sie benennen auch gleich einige Maßnahmen, die für Abhilfe sorgen könnten. „Dabei sollen insbesondere die Installation von Umlaufgittern oder Sperrbügeln zur Reduzierung der Geschwindigkeit des Radverkehrs sowie alternative Maßnahmen, wie die Anpassung des Sichtschutzzaunes, zusätzliche Beschilderungen, Markierungen oder sonstige verkehrsorganisatorische Maßnahmen, hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, technischen und rechtlichen Umsetzbarkeit“ geprüft werden.
Paul Niepalla (Bü90/Grüne-SPD) brachte die Idee ein, den Radweg an der Kreuzung zu verschwenken. Zusätzlich kamen aus dem Ausschuss für Wirtschaft, Bauen und Ortsentwicklung weitere Ideen. So wurden Bremsschwellen vorgeschlagen sowie der Einbau eines Verkehrsspiegels empfohlen, dazu auch ein Stopp-Schild für die Autofahrenden am Radweg. Immerhin Ideen, die nicht alle die vorfahrtsberechtigten Radfahrer an ihrer Fahrt hindern, sondern die Autonutzern zum Nachdenken und Handeln bewegen sollen.
Amtsdirektor Mathias Ryll brachte gar eine Einbahnstraßenregelung ins Spiel. Allerdings wies Abgeordnete Uta Meyer (Bü90/Grüne – SPD) daraufhin, dass sich dort voraussichtlich auch die Einfahrt zu dem geplanten Supermarkt befinden würde und es dadurch zur Komplikationen kommen dürfte.
Immerhin hinterfragen die Antragsteller den Vorschlag Umlaufgitter aufzubauen. „Da derartige Einrichtungen die Nutzbarkeit des Radweges für Lastenräder, Fahrräder mit Anhängern, Rollstuhlnutzerr sowie andere mobilitätseingeschränkte Personen beeinträchtigen können“, sollten unterschiedliche Arten des Hindernisses untersucht werden.
Die Verwaltung weist allerdings darauf hin, dass es schon einen Verkehrsspiegel gibt und das die Beschilderung ausreichend sei und die Gitter die Radfahrenden behindern würden und deshalb davon abzusehen sei.
Da die Situation jedoch von allen als kritisch gesehen wurde, in den vergangenen neun Monaten gab es zwei Unfälle, wurde der Beschlussvorlage einstimmig beschlossen.
(Artikelbild: Gefährliche Kreuzung von Straße und Radweg in Borkwalde)
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