Borkwalde: Neues Fahrzeug oder neue Löschbrunnen – Löschwasserversorgung im Amt Brück mit Lücken

Borkwalde. Die Löschwasserversorgung im Amt Brück bereitet Probleme. Der Amtsausschussvorsitzende Philipp Konopka stellte deshalb fest, dass „ohne ausreichend Löschwassereinrichtungen und ohne die Kompensation durch lange Wegestrecken, sind erhebliche bebaute und bewohnte Flächen des Amtes Brück hinsichtlich des Löschwassers unterversorgt“ und fragte deshalb nach den anstehenden Plänen und einer möglichen Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs 20 Katastrophenschutz (LF20 KS).

Vor allem wollte er in der Amtsausschusssitzung am 28. September 2026 wissen, wie die für dieses Jahr eingestellten 200.000 Euro eingesetzt werden.

Da blieb die Verwaltung keine Antwort schuldig. Nach einer rechtlichen Auseinandersetzung, da ein Brunnen in Linthe versandet ist, muss der Brunnenbauer einen neuen errichten. Des Weiteren heißt es:

„Es wurden notwendige Grundschutzmaßnahmen für geforderte Brunnen im Gewerbegebiet Brück + Linthe (drei Tiefbrunnen), eine Neubohrung für nicht mehr funktionsfähigen Brunnen im Gewerbegebiet Alt Bork (Tiefbrunnen) beauftragt, aber noch nicht komplett fertiggestellt. Hier wurde durch die Tiefbrunnen jeweils eine Elektroleitung notwendig. Es entstehen zum Teil hohen Kosten (Gewerbegebiet Brück ca. 15.000 Eeuro für zwei Tiefbrunnen). Weiterhin erfolgte eine Prüfung durch die Tiefbauabteilung im Amt Brück, um den neuen Flächennutzungsplan mit ausgewiesenen B-Plan-Flächen im Grundschutz in Borkheide zu Betrachten. Hier wurde verschiedene Flächen für Löschwasserkissen mit mindestens 100.000 L vorgeschlagen. Aus unserer Sicht ist das nicht zielführend, besser sind hier Zisternen (wie an GS Borkheide). Auch dafür müssen Flächen gefunden werden. Der Bedarf ist anhand des LWK auch so ersichtlich. Als Anhang die Wasserentnahmestellen Borkheide, Borkwalde und Trebitz/Gömnigk mit Umringe zur Entfernungsbestimmung. Es müssen prioritär entsprechend weitere Wasserentnahmestellen geplant werden (Borkheide, Borkwalde,…). Trebitz, Baitz und Gömnigk sind mit mind. 48m³/h versorgt. Hier wurden im Löschwasserkonzept (LWK) nicht alle Brunnen betrachtet“.

Es wurde einiges unternommen. Konopka wollte auch wissen, inwieweit die Bundeswehrbrunnen genutzt werden können. Hier scheint es klar zu sein, dass nur ein Brunnen am Europaradweg R 1 und ein Brunnen in Neuendorf genutzt werden können, die restlichen Zugänge sind durch Schranken versperrt und nicht ohne weiteres erreichbar.

Der Gömnigker Ortswehrführer Stefan Hoffmann stellte in der Sitzung den LF20 KS sowie einen dazugehörigen Gerätewagen Logistik (GWL) vor. Er sah die Vorteile in der Möglichkeit die Schläuche in möglichst schneller Zeit bis auf 2.000 Metern Länge auslegen zu können und dadurch die fehlenden Brunnen zu kompensieren.

Die Ausstattung wurde ausführlich erläutert, jedoch wurde seitens der Verwaltung klargestellt, dass die gesamten Anschaffungskosten von rund 850.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer nur bei einer 100-Prozent-Förderung möglich wären und das Fahrzeug nicht vor dem Jahr 2029 lieferbar wäre.

Konopka würde sich eine baldige Lösung wünschen. „Damit wir in Borkheide und Borkwalde besser schlafen können“, sagte der Amtsausschussvorsitzende.

Views: 16

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Login