Golzow. Das Golzower Bürgerhaus ist einer der drei Notfall-Leuchttürme im Amt Brück. Im Falle eines längeren Stromausfalls können sich hier alle Bürger mit Strom versorgen und können im beheizten Räumen unterkommen. Wie es im Ernstfall funktioniert, haben sich die Kameraden der Golzower Wehr am Freitagabend, dem 1. Oktober 2026 erklären lassen. Auch Bürgermeister Ralf Werner wollte wissen, wie das Notfallszenario ausschaut.
Sollte der Strom, weshalb auch immer, für längere Zeit ausfallen, bringen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr das Stromaggregat zum Bürgerhaus. Die Anschlüsse sind am Bürgerhaus schon angebracht und können vom Innen freigeschaltet werden. Auch der Notwasserbrunnen wird dann mit Strom versorgt.
Damit können dann aller Golzower sowie die Bürger der Planebrucher Ortsteile das Bürgerhaus aufsuchen, um zum Beispiel ihre Handys aufzuladen oder sich aufzuwärmen. Prinzipiell steht das Haus allen offen. Die Golzower rechenen damit, dass unter Umständen auch die Krahner und Reckahner sowie Ragösener die Hilfsleistung in Anspruch nehmen werden.
Neben den Kameraden haben sich auch zwei Golzower bereit erklärt mitzuhelfen. Einer von ihnen, Thomas Eilert, war ebenfalls am Freitag da. „Ich habe von dem Aufruf gehört und habe mich gemeldet“, sagt der Landmaschinentechniker. Heiko Rohn würde im Notfall ebenfalls beispringen, war aber an dem Abend verhindert.
Die beiden anderen Leuchttürme sind an der Oberschule in Brück und der Grundschule in Borkheide. Die Notstromaggregate stehen in den Schwerpunktwehren im Ort. Im gesamten Brandenburg gibt es insgesamt 330 Leuchttürme. Das Land stellte hierfür über 40 Millionen Euro für die Kommunen und Landkreise zur Verfügung unter anderem für mobile Heizungen, Notstromaggregate und Tankstellen.
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