Mühlenfließ, Haseloff. Durch das zur Verfügung stehende Sondervermögen in Höhe von 253.057 Euro soll neben anderen Maßnahmen auch das gemeindeeigene Wohnhaus in Niederwerbig saniert werden. Das dreigeschossige, im Jahre 1911 erbaute Haus wurde bereits nach der Wende saniert und der frühere Charme des Gebäudes größtenteils erhalten.
Die traditionelle Dacheindeckung mit ziegelroten Biberschwänzen und einer geschwungenen Fledermausgaube im Dachgeschoss, mit gesprossten Fenstern und bunten Klappläden im ersten Stock sowie eine große, zweiflügelige Holztür mit Oberlicht als damaliges Statussymbol erinnern an die hochwertige Handwerkskunst vergangener Zeiten.

Allerdings fallen bereits auf dem ersten Blick die Feuchtigkeitsschäden des alten Gebäudes auf sowie die missglückten Versuche, diese zu verdecken. Es zeigen sich Ablösungen des Putzes am Sockel und der Fassade, unschöne Spuren von Regenwasser, das von den Fenstern an der Fassade herab läuft, schimmelige Ecken an den Fensterbrettern sowie Risse an den Fensterlaibungen. Auch im Inneren des Gebäudes wird die Feuchtigkeit ihre Spuren hinterlassen haben, denn es ist seit geraumer Zeit unbewohnt.
„Die vorhandenen Wohnungen sind aufgrund ihres baulich schlechten Zustandes nicht vermietbar. Sie grundhaft zu erneuern und vermietbar zu machen, sichert die langfristige Nutzung der Liegenschaft und führt dem konsolidierungsbedürtigen Gemeindehaushalt Mieteinnahmen zu“, argumentierte der Ortsbeirat Nichel.
Dem stimmten die Gemeindevertreter bei der Verteilung des Sondervermögens einstimmig zu. Zukünftig sollen dort drei Wohnungen entstehen, gab Bürgermeister Jens Hinze auf Nachfrage an.
(Artikelbild: Gemeindeeigenes Wohnhaus in Niederwerbig)
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