Beelitz-Heilstätten: Behindertenbeirat mit neuer Ordnung – Ausschuss empfiehlt Zustimmung

Potsdam-Mittelmark, Beelitz-Heilstätten. Der Ausschuss für Grundsatzfragen, Gesellschaftliches Engagement, Kultur, Sport und Rechnungsprüfung des Kreistages von Potsdam-Mittelmark hat sich für den Entwurf der neuen Beiratsordnung für den Beirat für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Potsdam-Mittelmark ausgesprochen. Am 20. Oktober 2026 votierten alle Ausschussmitglieder dafür und empfahlen dem Kreistag die Annahme der Satzung, der am 3.1 Dezember 2026 endgültig darüber entscheiden wird.

In kurzen Worten stellte die Behindertenbeauftragte des Landkreises, Lisa Weyrich, den Entwurf vor. „Die Beiratsordnung konkretisiert die innere Organisation und Arbeitsweise des Beirats. Sie enthält insbesondere Regelungen zur Einberufung und Durchführung der Sitzungen, zur Beschlussfassung, zur Aufgabenverteilung, zur Niederschrift sowie zur Zusammenarbeit mit dem Kreistag und der Kreisverwaltung. Damit wird eine verbindliche und transparente Grundlage für die Tätigkeit des Beirats geschaffen“, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. Mit der Annahme würde dann die 1999 in Kraft getreten alte Geschäftsordnung außer Kraft treten.

Wobei jedoch der siebenköpfige Beirat erst vor einem Jahr, 26 Jahre nach dem Erlass der Beiratsordnung, im März 2025 einberufen worden ist. Dessen Vertreterinnen und Vertretern kommen aus verschiedenen Lebensbereichen – darunter Menschen mit Behinderungen, Angehörige, Fachkräfte aus dem Bereich Inklusion und Verbänden sowie aus Politik. Durch den Kreistag wurden folgende Personen in den Beirat berufen: Dirk-Oliver Jankowski, Christine Knecht, Jessica Krömer, Georg Lehrmann, Tobias Meißner, Anke Polkowski und Hanno Zulla. Alle sind bis heute dabei. Sie engagieren sich bei den „Pflegenden Mamas“, sind Mitarbeiter von AWO und Fliedners-Lafim, aber auch einer Partei.

„Der Beirat sendet ein deutliches Zeichen für wahrhafte, gelebte Inklusion und läutet das Ende bloßer rhetorischer Symbolpolitik im inklusionspolitischen Bereich ein“, sagte Lisa Weyhrich anlässlich der Berufung. Auch Landrat Marko Köhler begrüßte damals diesen Schritt. „Dieses neue Gremium markiert einen bedeutenden Schritt hin zu mehr Teilhabe, Mitwirkung und struktureller Verankerung der Interessen von Menschen mit Beeinträchtigungen auf Landkreisebene“, so der Landrat.

Die Mitglieder sind alle ehrenamtlich tätig und erhalten für die mindestens vierteljährlich stattfindenden Sitzungen ausschließlich nur Sitzungsgeld und keine Aufwandsentschädigung. Auch für Sitzungen von Gremien und Ausschüssen, in die sie entsendet werden können, wird Sitzungsgeld ausgereicht.

In der Sitzung des Ausschusses für Grundsatzfragen, Gesellschaftliches Engagement, Kultur, Sport und Rechnungsprüfung, der sich als einziger mit der Thematik beschäftigt hat, war jedoch kein Beiratsmitglied anwesend.

(Artikelfoto: Behindertenbeauftragte des Landkreises, Lisa Weyhrich © Pressefoto des Landkreises Potsdam-Mittelmark)

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