Grüneiche. Als im vergangenem Jahr das 450-jährige Jubiläum von Grüneiche gefeiert worden ist, haben viel Grüneicher den Wunsch nach einer Glocke geäußert. Sie sollte in dem Dorf ohne Kirche erklingen, so die Hoffnung.
Nun wurde aus dem Wunsch Wirklichkeit.
Der Bad Belziger Kantor Winfried Kuntz hatte davon gehört und sie bei der evangelischen Gemeinde Luthersbrunn gefunden. Luthersbrunn liegt bei Hilst, direkt an der französischen Grenze in Rheinland-Pfalz. In der letzten Oktoberwoche ist die Glocke in Grüneiche angekommen und wurde von den ersten Einwohnern in Empfang genommen.
Nun gilt es, den genauen Standort zu finden und den Glockenturm zu errichten. Das soll im Rahmen der Dorfgemeinschaft passieren, damit die Glocke im kommenden Jahr die Bewohner zusammenrufen kann.
Die Form der Glocke stammt aus Apolda. Sie wurde in 1957 in Heidelberg gegossen und erklang bis zum Sommer in Hilst.
„Ein Dank gilt bereits jetzt dem Kantor Winfried Kuntz, der die 200 kg schwere Glocke ausfindig machte und sie persönlich nach Golzow brachte“, sagt Famulus Oliver Notzke. „Ferner danken wir auch der Ev. Kirche Luthersbrunn, die uns die Glocke nach der Veräußerung ihrer Kirche überlässt und allen Unterstützern, die bei der Umsetzung des Vorhabens mitwirken“, setzt er fort.
Es bleibt abzuwarten, wie die Grüneicher entscheiden werden.
(Artikelbild: Die Glocke für Grüneiche)
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