Ragösen. Der 160+1, also 161, einen solchen Geburtstag nimmt man selten zum Anlass für eine Feier. Der Männergesangsverein „Lyra“ beschloss jedoch, nachdem das runde Jubiläum der Pandemie zum Opfer fiel, diesen Tag zu begehen. Schließlich weiß man, dass der Chor der zweitälteste im Land Brandenburg ist. „Wir haben nur während der Kriege und der Pandemie pausiert“, berichtete nicht ohne Stolz auf die lange Geschichte Wolfgang Klaucke in seiner Ansprache. Der neu Bad Belziger Bürgermeister Robert Pulz staunte bei seiner Gratulation nicht schlecht über das lange Bestehen der Gemeinschaft.
„Bei uns in Medewitz sind wir stolz, dass das Treckertreffen jetzt zum 30sten Mal stattfindet, kein Vergleich zu ihnen“, lobte das Stadtoberhaupt. Und auch Ortsvorsteher Ingo Haß sparte nicht mit Lob. „Die kleine Krise habt ihr mit dem neuen Chorleiter überwunden, er hat neuen Schwung mitgebracht“, sagte Haß.

Seit einigen Jahren leitet Jürgen Giese den Männergesangsverein. Wie Klauke berichtete ist das jüngste Mitglied 22 Jahre alt und das älteste genau 60 Jahre älter.
„Wir laden alle Männer, jeden Alters ein mit uns mitzusingen, bei uns stehen der Zusammenhalt und der Spaß im Vordergrund“, lud er mögliche Kandidaten zum Mitsingen ein.
Der Festtag am Sonntagnachmittag (11.06.2023) begann mit einem Umzug von der Feldstraße zum Kastanienwinkel. Als die Straße dafür gesperrt wurde, entschloss sich ein Zweirad-Oldtimer-Club aus Mecklenburg- Vorpommern zu einem Zwischenhalt. Die 50 Männer und Frauen genossen den Gesang und vor allem die kalten Getränke und die Bratwurst.
Neben den Gastgebern waren auch der Frauenchor aus Ragösen, der Gemischte Chor Cammer, der jedoch im Moment ein reiner Frauenchor ist, der Männergesangsverein Michelsdorf, die Gemischten Chöre Bad Belzig und Golzow mit dabei. Wobei der Leiter der Golzower und der Cammeraner ebenfalls Giese ist.
Die Sängerinnen aus Cammer sangen zum Abschluss „Im schönen Cammer“, eine Eigenkomposition Gieses. Die Michelsdorfer das „Heimatlied der Zauche“ und „Veronika, der Lenz ist da“, für die Belziger lohnte sich der Liebeskummer nicht. Die beiden Chöre aus Ragösen stimmten dann gemeinsam „In meinem Dorf“ an. Während die Golzow betonten, dass „Singen ist das Leben“.
Wie es im Brandenburgischen schon seit langem Tradition ist, wurde der Nachmittag mit dem gemeinsamen Singen aller Chöre und dem Lied „Märkische Heide“, der heimlich unheimlichen Brandenburghymne von Gustav Büchsenschütz beendet.
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