Stadt Bad Belzig. Neben der Stadtverordnetenversammlung werden in der Stadt Bad Belzig bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 auch 14 Ortbeiräte gewählt. Diese bestehen in allen Dörfern aus drei Mitgliedern. Ihre wichtigste Aufgabe erledigen die Beiräte gleich in der konstituierenden Sitzung, sie wählen aus ihrer Mitte die Ortsvorsteherin oder den Ortsvorsteher sowie die Stellvertretung. Für die Dorfbewohner sind sie die Bürgermeisterin oder Bürgermeister, die Person die vor Ort angesprochen werden kann und die die Anliegen gegebenenfalls weiterleitet und versucht bei der Problemlösung zu helfen.
Gute Stimmverteilung nötig
Es muss positiv angemerkt werden, dass es in allen Ortsteilen genügend Kandidaten gibt. Allerdings kann es in dem einem oder anderem Dorf trotzdem passieren, dass nicht alle drei Sitze besetzt werden können. Das liegt daran, dass es sich, um eine gemischte Personen/Listenwahl handelt. Jeder Wählende hat drei Stimmen, die er alle einer Person geben kann, aber die er auch auf zwei oder drei Kandidierende verteilen kann. Danach wird die Gesamtzahl der auf eine Liste oder einen Einzelvorschlag entfallenden Stimmen ermittelt und daraus ergibt sich die Zahl der Sitze die auf die Liste oder Person entfallen.
Das bedeutet zum Beispiel in Ragösen, wo es drei Einzelvorschläge gibt, dass auf einen Kandidaten so viele Stimmen entfallen, dass nur zwei Sitze und im schlimmsten Fall nur ein einziger Sitz besetzt werden kann. Falls der zweite Fall eintreffen sollte, wird es in Ragösen keinen Ortsbeirat geben, denn dafür braucht es mindestens zwei Mitglieder.
Abschied von einigen Ortsvorstehern
Klaus Gleisenring verlässt Ortsbeirat Dippmannsdorf
Klaus Gleisenring war von 2008 bis 2019 Ortsvorsteher in Dippmannsdorf. Der Gastronom blieb weiter Mitglied im Ortsbeirat und unterstützter seinen jungen Nachfolger Christian Knie. Jetzt ist endgültig Schluss. Gleisenring kandidiert nicht mehr für den Ortsbeirat, bleibt der Stadtpolitik unter Umständen erhalten, denn er kandidiert wie viele andere aktuelle und ehemalige Ortsvorsteher für die Stadtverordnetenversammlung (SVV) der Stadt auf der Liste Wir vom Dorf. Christian Knie und Fränze Habedank kandidieren wieder, die gemeinsame Liste Wählergruppe Dippmannsdorf wird um Horst Güldner und den Golzower Bademeister Jens Helbig ergänzt.
Auch Ingo Haß geht

In Ragösen wird es einen Wechsel geben. Der langjährige Ortsvorsteher Ingo Haß tritt nicht mehr an und mit ihm auch die beiden anderen Ortsbeiratsmitglieder Sven Schmidt und Uwe Thiele. Schmidt vertrat Haß, der SPD-Politiker kandidiert allerdings weiterhin für die SVV Bad Belzig. Die drei Kandidaten, Klaus-Dieter Krause, Volkmar Polz und Andre-Leon Schulze kandidieren auf Einzellisten und es kann zu den schon genannten Problemen kommen.
Auch Spiesecke, Sternberg, Zarbock, Näthe, Jänicke und Schiefner wollen nicht mehr

Auch Groß Briesen, hier kandidiert Reiner Spiesecke nicht mehr, Fredersdorf, wo Bodo Sternberg aufhört, Lütte, wo René Zarbock geht, und Schwanebeck, wo Hartmut Jänicke nach einer Legislatur aufgibt, werden neue Ortsvorsteher bekommen.
In Groß Briesen treten in der Wählergruppe Groß Briesen drei neue Gesichter an, da auch Hubertus Müller nicht mehr antritt. Marcel Krüger, Lisa Haitsch und Benedikt Schulz wollen die Geschicke in die Hand nehmen.
Immerhin wird es in Fredersdorf etwas Kontinuität geben, denn der stellvertretende Ortsvorsteher Steffen Block tritt wieder an. Auf der Liste sind auch Annett Haseloff, David Wolf und Julia Haseloff zu finden.
Eine Kontinuität, die in Lütte durch Regina Grüneberg gegeben ist, sie war Zarbock Stellvertreterin. Übrigens hört auch Dennis Stephan auf, dafür sind auf der Liste Altes Haus Michaela Block und Anke Nothdurft zu finden, hier wird es also, und das ist selten, eine reine Frauenliste geben.
In Bergholz verlassen Ortsvorsteher Bernd Näthe und Fred Müller den Ortsbeirat. Einzig Mathias Mende, bislang stellvertretender Ortsvorsteher, will weiter machen und erhofft sich Unterstützung von Lars Kunze und Peter Müller.
In Schwanebeck kandidiert der bisherige stellvertretende Ortsvorsteher Heiko Wernitz ebenfalls wieder. Auf seiner Liste Wir für Schwanebeck sind auch noch Cornelia Rudolph und Melanie Rausch verzeichnet. Allerdings treten in Schwanebeck die meisten Kandidaten an. Neben der genannten Liste mit drei Kandidierenden tritt auch der Feuerwehrverein 2002 e.V. an. Auf seiner Liste sind vier Namen zu finden, angeführt von Ramona Paul folgen Norbert Leetz, Gundula Wüstenhagen und Melitta Boese, die Kämmerin des Amtes Brück. Auch hier, wie in Lütte, sind viele Frauenkandidaturen vorhanden.

Übrigens auch in Lüsse gibt es einen Wechsel. Ortsvorsteher Jürgen Schiefner, Stellvertreter Thomas Wenzel und das dritte Mitglied Andreas Köhr treten nicht mehr an. Dafür bewerben sich Meike Eitel, Heike Köhr-Krüger und Cordia Burchardt, als auch hier Frauenpower.
Schulze, Zurek, Warnke, Schmoll, Stahn und Emmert wollen weiter machen
In fünf Ortsteilen kandidieren die aktuellen Ortsvorsteher wieder. So treten in Kuhlowitz der Ortsvorsteher Candy Schulze und seine Stellvertreterin Klaudia Kaatz wieder an. Noreen Völker will nicht mehr, dafür ist Timo Völker in die Bresche gesprungen und füllt die Wählergruppe Kuhlowitz/Preußnitz auf.
In Werbig sind zwei Listen zur Wahl zugelassen worden. Neben den drei aktuellen Ortbeiratsmitgliedern: Ortsvorsteherin Kerstin Zurek, Stellvertreterin Eveline Han-Just und Michaela Angelmann ist Franziska Glienke auf der Feuerwehr zu finden. Allerdings gibt es drei Gegenkandidaturen auf der Liste Zukunft Werbig, die wohl nicht mit der Arbeit der langjährigen Ortsvorsteherin Zurek einverstanden sind. Ronny Köhler, Lutz Dikall und Dennis Goretzki bewerben sich auf dieser Liste.

In Lübnitz ist Robert Warnke wieder dabei. Er führt die Liste Zusammen für Lübnitz an. Ihm folgen Malte Specht, Julie Mrosla und Uta Eggerstedt. In dem Dorf gibt es zwei Einzelkandidaturen. Die aktuelle Stellvertreterin von Warnke, Birgitt Pfeiffer will ebenso in den Ortsbeirat wie Bärbel Grabow.

Frank Schmoll ist Neschholzer Urgestein und langjähriger Ortsvorsteher. Er führt gemeinsam mit seinem Stellvertreter Christian Niendorf die Feuerwehr-Liste an. Rainer Wieland kandidiert nicht mehr, dafür sind Stefan Böttche und Benjamin Schmoll dabei. Die CDU schickt Mathias Wandel ins Rennen.
In Borne könnte alles beim Alten bleiben. Mit Ortsvorsteherin Sonja Stahn, der Stellvertreterin Christina Hindemith und Christine Boock kandidieren alle aktuellen Ortsbeiratsmitglieder wieder und haben keine Gegenkandidaturen.
Schon jetzt hat der Ortsbeirat von Hagelberg nur zwei Mitglieder, Frank Emmert, aktuell Ortsvorsteher und Carsten Deutsch, bislang sein Stellvertreter, kandidieren wieder als Einzelkandidaten, eine dritte Kandidatur ist nicht vorhanden.
Daraus kann man ersehen, dass sich viele Fläminger mit ihrem Dorf identifizieren und es im Rahmen der kleinen Möglichkeiten, die ein Ortsbeirat hat, gestalten wollen. Ein starkes Zeichen für Demokratie.
(Artikelfoto: Christian Knie (links) und Klaus Gleisenring)
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