Burkhard Kroll

Bad Belzig: Kinderarzt Kroll liegt die Jugendarbeit am Herzen – Der Bündnisgrüne kandidiert erneut für den Kreistag

Potsdam-Mittelmark, Bad Belzig. Burkhard Kroll ist Kinderarzt in Bad Belzig, wo er schon seit 24 Jahren wohnt. Der 60-jährige engagiert sich schon seit zehn Jahren in der Kommunalpolitik. Von 2014 bis 2019 war er Stadtverordneter in Bad Belzig. Seit 2019 bis heute ist er Kreistagsabgeordneter und für den Kreistag von Potsdam-Mittelmark kandidiert der Bündnisgrüne wieder. Mit ihm sprach Andreas Koska.

Andreas Koska: Herr Kroll, wie würden Sie die letzten fünf Jahre im Rückblick sehen?

Burkhard Kroll: Die letzten fünf Jahre waren sicher, besonders für mich als Kinderarzt, vor allem geprägt durch die Corona Pandemie. Wir haben vor dieser Pandemie anderthalb Jahre eine schöne, fruchtbare Kreistagsarbeit betrieben. Als Grüne Fraktion und mit Beginn der Pandemie brach dieses Fraktionssystem etwas zusammen. Die Kommunikation war anders, die Treffen waren nicht mehr möglich. Und das hat sich über zwei, zweieinhalb Jahre gezogen. Deshalb sind die fünf Jahre Kreistagsarbeit für mich ein bisschen aufgeteilt in anderthalb Jahre kennenlernen und anfangen gemeinsam zu arbeiten über die Fraktion. Zwei Jahre Korona war bei mir relativ wenig Kreistagspolitik mit dabei. Und die letzten einanderthalb Jahre, da bin ich dann wieder mehr eingestiegen, auch inhaltlich eingestiegen.

Andreas Koska: Sie sind Mitglied im Jugendhilfeausschuss, wo ja auch der Schwerpunkt Ihrer Kreistagsarbeit lag. Welche Anregungen haben Sie geben können und was, glauben Sie, ist gut gelaufen?

Burkhard Kroll: Der Jugendhilfeausschuss hat eine Sonderstellung in Potsdam-Mittelmark. Er ist zuständig für Familien, für Kinder, für Jugendarbeit, für Sozialarbeit, Schulen, Schulsozialarbeit, für den Kitasektor, für Tageseltern. Er hat ein unglaublich großes Spektrum an Themen und eine sehr gute finanzielle Grundlage. Und diese gute finanzielle Grundlage ist die Basis für die Finanzausgestaltung aller einzelnen Fachbereiche, aber auch für eine sehr gute und durchgehend, auch über die Jahre durchgehend, gute Ausstattung, Personalausstattung, Finanzausstattung der einzelnen Bereiche, die bespielt werden wie Schule, Schulsozialarbeit, Kitasektor. Das Landratsamt macht in diesem Fachbereich, der durch Herrn Schade vertreten ist, meiner Ansicht nach eine sehr, sehr gute Arbeit und das über die Jahre und eigentlich auch über die Jahrzehnte hinweg. Und auch das, was jetzt im Doppelhaushalt für dieses und das kommende Jahr verabschiedet wurde, ist deutlich überdurchschnittlich, verglichen mit den anderen Finanzleistungen des Landkreises. Da mitgewirkt zu haben, ist sicher ein Teil der Arbeit über den Jugendhilfeausschuss von mir.

Andreas Koska: Nun kandidieren Sie ja wieder, das heißt, fünf weitere Jahre Kreistag könnten, falls Sie gewählt werden, vor Ihnen liegen. Wo würden Sie da Ihre Schwerpunkte setzen?

Burkhard Kroll: Es gibt im Bereich Jugendhilfe, Jugendhilfeausschuss zwei, drei kleine Schwachstellen. Das ist vor allem die Kurzfristigkeit der Verträge im Bereich der Sozialarbeit. Das zieht sich durch verschiedene Sparten durch, und das konnte in den vergangenen Jahren schlecht korrigiert werden. Am schlimmsten war es in diesem Jahr, als wir über die fehlende Haushaltsplanung die Gelder nicht zur Verfügung stellen konnten und auch keine Pläne gemacht werden konnten. Und das sind Dinge, die für die nächsten Jahre abzustellen sind. Damit die sozialen Träger mehr Planungssicherheit haben fürs Personal und für den Arbeitsort.

Andreas Koska: Ich danke Ihnen für das Gespräch. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Wahl und auch bei der Umsetzung Ihrer Ziele. Danke.

Burkhard Kroll: Herzlichen Dank.

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