Amt Ziesar. Die gute Nachricht zuerst, eine Stichwahl wird es bei der Kür der ehrenamtlichen Gemeindebürgermeister nicht geben. Alle Gemeinde haben einen Bürgermeister, wobei es in Wollin eng wurde. Der ohne Gegenkandidaten angetretene Jens Haase erhielt zwar 280 Ja-Stimmen, aber auch 220 Gegenstimmen. Das erforderliche Quorum lag bei 102 und die 50 Prozent plus Eins Marke bei 251 Stimmen.
Wollin
Um gewählt zu sein, reicht die Marke eine Stimme über 50 Prozent nicht allein. Die Zahl der Stimmgeber muss auch mindesten 15 Prozent der gesamten Wählerschaft betragen. Dieses Quorum hatte Haase in beiden Fällen erreicht.
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Wollin besteht aus neun Vertretenden. Beworben hatten sich elf Personen, dabei waren neun Einzelbewerber. Zwei Kandidaten traten für die Freien Bürger und Bauern an. Unter den Gewählten auch Bürgermeister Haase, der ebenfalls als Einzelbewerber angetreten war.
Stadt Ziesar
Zwei Männer wollten Ortschef in Ziesar werden. Bürgermeister René Mertens (CDU) und Dietmar Varchim (SPD) strebten das Amt an. Mertens hat sich mit 849 zu 403 Stimmen durchgesetzt.
Die Stadtverordnetenversammlung besteht aus elf Verordneten. Es gab fünf Listenvorschläge und einen Einzelbewerber. Der Einzelbewerber ist nicht in die SVV eingezogen. Der Wahlsieger ist die CDU (36,2 Prozent; 4 Sitze) vor der SPD (23,8; 3), der AfD (21,00; 2), FBB (8,5; 1) und IG der kleinen Ortsteile (8,1; 1).
Die Stadt Ziesar hat auch Ortsteile, in denen Ortsbeiräte gewählt worden sind.
In Bücknitz gab es drei Einzelbewerber: Gabriel, Borowszak und Danker, die jetzt den Ortsbeirat bilden. In Glienecke gab es nur zwei Kandidaten: Manfred Geserick (SPD) und der FBB hat Mathias Laube vorgeschlagen. Beide wurden gewählt. In Köpernitz wird der Ortsbeirat drei Mitglieder haben. Neben Simone Bab von der SPD die Einzelbewerber Bab und Cenkier. (Leider hielt es die Amtsverwaltung nicht für nötig, die Vornamen der Kandidierenden in Köpernitz und Bücknitz aufzunehmen.)
Buckautal
In Buckautal wollten Mike Pokorny und Florian Müller Bürgermeister werden. Das Ergebnis lautete 149 zu 134 zu Gunsten von Pokorny, der auch die erforderlichen Quoren erfüllte.
Die Gemeindevertretung wird aus acht Personen bestehen zuzüglich des Bürgermeisters. Darum beworben hat sich der Heimatverein Buckau, der Feuerwehrverein Steinberg sowie ein Einzelbewerber. Der Heimatverein erhielt 55,2 Prozent der Stimmen und damit fünf Sitze. Der Feuerwehrverein 35,9 Prozent, was mit zwei Sitzen belohnt worden ist. Bürgermeister Pokorny hat ebenfalls auf der Feuerwehrliste kandidiert, jedoch ohne ein GV-Mandat zu erreichen. Als Bürgermeister ist er jedoch automatisch Mitglied des Gremiums.
In Buckau hat der Heimatverein vier Kandidierende für den Ortsbeirat nominiert. Gewählt wurden Tobias Meißner, Volkmar Peters und Thomas Wolter. Werner Jape ist Nachrücker. Im Ortsteil Dretzen wurden die Einzelvorschläge Vieweg und Härtel gewählt. Im Ortsteil Steinberg hat der Feuerwehrverein vier Vorschläge gemacht. Gewählt wurde René Heine. Nachrücker sind Corina Kabelitz, Anja Nickel-Habermann und Nadia Tietz. Damit ist hier Frauenpower angesagt.
Görzke
In Görzke kandidierte einzig Anne Eilzer. Man kann vom Triumph sprechen. Die Nachfolgerin des langjährigen Bürgermeisters Jürgen Bartlog erhielt 607 Ja-Stimmen bei nur 89 Nein-Stimmen.
Die Gemeindevertretung in Görzke hat zehn Mitglieder. Es bewerben sich drei Listen und ein Einzelbewerber. Die CDU schickte drei Kandidierende ins Rennen und erreichte ein Mandat. Bürger für Görzke sind mit sieben Nominierten gestartet und haben ebenfalls ein Mandat gewonnen. Der Hahn im Korb und Dominator ist die Wählergruppe Wir für Görzke mit 15 Bewerbenden rund um die neue Bürgermeisterin Eilzer. Bei phänomenalen 75 Prozent Zuspruch sind acht Mandate herausgesprungen.
Gräben
Jutta Debler ist Bürgermeisterin von Gräben und hat eine breite Unterstützung erhalten. Die Gemeindevertretung hat sieben Mitglieder. Die veröffentlichten Unterlagen ermöglichen keinen Überblick darüber, wie viele Kandidaturen es gab und welche Listen eingereicht worden sind oder ob es sich ausschließlich um Einzelbewerber gehandelt hat.
Wenzlow
Randy Matthies ist zum ehrenamtlichen Bürgermeister von Wenzlow gewählt worden. Die Gemeindevertretung hat sieben Mitglieder. Zwei Listen mit je fünf Vorschlägen und drei Einzelbewerber. Die BI Gesundes Wenzlow und die Wählergruppe Traditionsbewahrer und Heimatverbundene haben je zwei Sitze, der Rest geht an drei Einzelbewerber.
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