Locktow. Ein Storchennest gibt es in Locktow schon seit zwölf Jahren. Aber anscheinend stand es nicht am richtigen Ort.
Anfangs stand es am Ortsrand. Ständig gab es Streit zwischen verschiedenen Paaren. Obwohl ein Pärchen sich häuslich eingerichtet hatte, wurden durch fremde Störche die Eier aus dem Nest geworfen. Zwei Jungstörche sind nach heftigem Regen ertrunken, wissen Erhard und Stephan Ernicke zu berichten. Nach diesen Vorkommnissen kamen zuerst keine Störche mehr. So wurde 2021 das Nest in Absprache mit den Grundstückseigentümern umgesetzt.
Es steht jetzt direkt an der Grundstücksgrenze der Familie Ernicke und bietet nun beste Beobachtungsmöglichkeiten. Schon im Sommer desselben Jahres fand sich ein Pärchen und begutachtete das neue Zuhause. Ein Jahr später wurde gebrütet. Aber auch dort gab es immer wieder Streit um das Nest. Dabei hatte sich die Störchin ein Bein gebrochen und konnte die gelegten Eier nicht ausbrüten. Also wurden die Eier aus dem Nest herausgeholt. Anfangs diente eine Glucke als Ersatzmama, ehe die Eier zum Storchenhof Loburg gebracht wurden. Dort sind dann zwei Küken geschlüpft. Inzwischen hatten sich aber fremde Störche des Nestes bemächtigt. Jedoch die verletze Störchin gab nicht auf und kam wieder. Humpelnd hat sie sich das Nest zurück erobert.
2023 fand ein neues Paar zueinander. Aber da war es für eine Brut schon zu spät. „In diesem Jahr kamen sie aber wieder und legten sofort los“, erzählt Stephan Ernicke. Inzwischen haben sich die drei Jungstörche prächtig entwickelt. Sie erheben sich bereits über das Nest und stärken so ihre Flugmuskeln. Denn die brauchen sie, wenn sie sich im Herbst auf den Weg in ihr Winterquartier machen.
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