Wiesenburg. Sport ist eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen. In den vielen Sportvereinen der Region treiben sie regelmäßig Sport und werden dort zumeist von ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainern bzw. Übungsleiterinnen und Übungsleitern betreut. Aber immer wieder gibt es deutschlandweit Medienberichte, dass gerade diese die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen missbrauchen. Und das nicht nur körperlich, sondern auch mental, indem sie ihre Macht ausspielen.
„ Gewalt und sexueller Missbrauch sind ein gesellschaftliches Phänomen, das sich durch viele Lebensbereiche zieht und leider auch vor dem Sport nicht Halt macht. Von Täterinnen und Tätern ist bekannt, dass sie meist strategisch vorgehen und sich gern dort aufhalten, wo sie leicht Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufbauen können. Hier gilt es, die Aufmerksamkeit auch in den Sportvereinen und Sportverbänden zu schärfen sowie Kinder und Jugendliche vor Gewalt und sexuellem Missbrauch möglichst wirksam zu schützen“, heißt es dazu auf der Internetseite des Kreissportbundes. Dieser startete 2017 eine eigene Offensive. Es wurde ein Gütesiegel Kinderschutz gemeinsam mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark entwickelt. Ziel ist es, dass der Sportverein Kindern und Jugendlichen einen Schutzraum gegen jegliche Art von Gewalt und Missbrauch bietet und alle Sportvereine des Landkreises Potsdam-Mittelmark nach den Richtlinien des Gütesiegels Kinderschutzes arbeiten.

Auch der Vorstand des TSV Wiesenburg e.V. hat sich intensiv mit dem Thema Kinderschutz im Sport auseinandergesetzt und eine Erklärung beschlossen. Der Vorstands will damit alle Vereinsmitglieder und ehrenamtlich Tätigen für den Kinderschutz sensibilisieren, Anzeichen von Gewalt und sexuellem Missbrauch ernst zu nehmen. Diesen muss konsequent nachgegangen werden. Für den wirklichen Verdachtsfall will man sicher gehen, organisatorische Vorsorge getroffen zu haben. Das Konzept soll einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Zur Umsetzung dieser Ziele will der TSV Wiesenburg die Unterstützung von Landes- und Kreissport suchen. Da die Förderung des Sports für Kinder und Jugendliche einen satzungsmäßigen Zweck des Vereins darstellt, müssen sich alle Verantwortlichen diesen Herausforderungen stellen und die dargestellten Maßnahmen konsequent umsetzen. Im Konzept heißt es unter anderem:
Wir nehmen Kinderschutz ernst!
Der TSV Wiesenburg e.V. übernimmt Verantwortung für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Der Sportverein ist sich dabei seiner hohen Verantwortung bewusst: Sorge zu tragen für den Kinder- und Jugendschutz. Der Verein orientiert sich an den gesetzlichen Bestimmungen zum Kinderschutz (Bundeskinderschutzgesetz BKiSchG) durch den Einsatz geeigneter Personen in der Kinder- und Jugendbetreuung.
Die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses ist für Trainer/innen und Übungsleiter/innen im Kinder- und Jugendsport sowie für alle Betreuer von Sportreisen, Ferienfreizeiten, Bildungsmaßnahmen und Projekten mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Maßnahmen des TSV Wiesenburg e.V. obligatorisch. Die Führungszeugnisse regelmäßig zu aktualisieren
Der vertrauens- und würdevolle Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist geprägt von Respekt. Bei Gefährdungen des Kindeswohls schauen wir nicht weg, sondern beteiligen uns aktiv am Schutz vor Gefahren, Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch.
Der TSV Wiesenburg hat zwei Vertrauenspersonen, Andrea Schöne und Carsten Neumann, als Ansprechpartner für Anfragen aller Art – sowohl für die Kinder und Jugendlichen, als auch für Sektionen und Betreuer – bestimmt und vermittelt auf Wunsch fachliche Beratungsstellen. Das sich der Verein beteiligt, ist am Kinderschutzsiegel auf der Homepage zu erkennen.
Ausführlich kann alles nachgelesen werden auf der Internetseite des Vereins: www.tsv-wiesenburg.de
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