RFV Niederwerbig, Jeserig, Reitjagd

Jeserig: Hufschlag frei und Schüsseltreiben – Reitjagd zum Saisonabschluss

Mühlenfließ, Jeserig. Nach einem gemeinsamen Jagdfrühstück in der Reithalle des Stalles Wachsmuth in Jeserig bliesen die Jagdhornbläser „Freunde der Jagd“ zum Sammeln auf den dortigen Reitplatz. Dieser füllte sich schnell mit den teilnehmenden Kremsern, Reitern und Reiterinnen zur jährlichen Reitjagd als traditionellen Ausklang der Saison.

Bei schönstem Herbstwetter begrüßte der stellvertretende Vorsitzende des gastgebenden Reit- und Fahrvereins Niederwerbig, Heiko Dittmann, die Pferdefreunde aus den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming.

„Wir sind gestern mit unseren zwei schweren Warmblütern aus Golzow angereist“, erzählte Franziska Weise. „Mein Sohn Jakob und ich sind zum ersten Mal dabei“, strahlte sie aufgeregt. Neben Zwei- und Dreispännern waren auch Vierspänner vertreten, allesamt mit gestriegelten Pferden, geputzten Geschirren und gemütlich eingerichteten Kremsern für die Mitfahrenden.

„Der Stall Wachsmuth, vormals Reiterhof Nitschke, ist eine Stätte, die der Reitverein nutzen darf“, erklärte Vereinsvorsitzende Annika Heese, die aus gesundheitlichen Gründen dieses Jahr nicht teilnehmen konnte:

„Zirka vier Stunden werden die Kutscher und Reiter unterwegs sein. Insgesamt sind es ungefähr 180 Menschen, die mitfahren oder mitreiten.“

Die genaue Strecke kannte Christian Nitschke. Als Master der Reitenden in seinem roten Jacket führte er das Feld an:

„Die Strecke führt zunächst in Richtung Schlalach über den Buschberg nach Nichel, über den Reitplatz in Niederwerbig, über Grabow und über einen kleinen Schlenker zurück nach Jeserig. Das sind ungefähr 20 bis 25 Kilometer. Unterwegs haben wir Hindernisse, die die Reiter überspringen. Nach den letzten Hindernissen wird der symbolische Fuchsschwanz weggeschmissen. Wenn das Jagdsignal durch die Bläser ertönt, darf der Fuchsschwanz ergriffen werden. Der erste, der diesen aufhebt, ist der Sieger.“

Mit einem dreifachen „Hufschlag frei“ machte sich der Tross bei strahlender Herbstsonne auf in die bunte Landschaft des Flämings.

Mit dem beliebten Jagdsignal „zum Essen“ und dem alten Brauch des Schüsseltreibens, das gemeinschaftliche Essen und Feiern nach einer gemeinsamen Jagd, klang die Saison des Reit-und Fahrvereins Niederwerbig gemütlich aus.

(Artikelfoto: „Freunde der Jagd“ bliesen zur Sammlung auf dem Reitplatz | Fotos: © Carsten Müller-Brettschneider/Kristin Grünke)

Views: 35

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Login