Von den Anfängen der Wiesenburger Sportgeschichte

Wiesenburg. Seit dem Jahr 1886 wird in Wiesenburg organisiert Sport getrieben. Inspiriert durch die Entwicklung des Turnsports in der Region und darüber hinaus kamen fortan junge Männer zusammen, um gemeinsam dem Geräteturnen zu frönen. Ihr Vereinslokal wurde der Gasthof von Friedrich Paul. Der Wirt stellte den Turnern nicht nur den Saal für die Übungsabende zur Verfügung, sondern stiftete ihnen auch noch Turngeräte wie Reck, Pferd, Barren und Ringe.

In den Lebenserinnerungen von Paul Krüger, die unter dem Titel „Die Hügel heißen bei uns Berge“ erschienen sind, heißt es aus dieser Zeit: „Bis 1919 durften Turner aus den umliegenden Orten nicht teilnehmen. Verheiratete Aktive gab es selten. Jüngere Mitglieder bis 17 Jahre trugen den Namen „Zöglinge“. Sie zahlten weniger Beitrag und hatten auch weniger Rechte. Im Jahre 1908 fand ein großes Turnfest statt, zu dem auch andere Vereine des Kreises erschienen. Anlass war die Weihe der vom Wirt gestifteten Vereinsfahne. Zum Festplatz wurde der so genannte „Teerofen“ auserwählt, der Wald zwischen Wiesenburg und Neuehütten. Unter hohen Buchen fanden hier des öfteren Feste statt.“

In jenen Jahren wurden auch die Leichtathletik und der Fußball in Wiesenburg modern. An stattgefundenen Wett- und Staffelläufen im Jahr 1913 nahm auch Paul Krüger teil, dem fernerhin ein „Auswärtsspiel“ der Wiesenburger Fußballer 1914 in Belzig in Erinnerung geblieben war.

1924 kam es zur Trennung zwischen den Turnern und Fußballern, in dessen Folge die Wiesenburger einen eigenen Fußballverein gründeten. Sowohl geturnt, als auch dem runden Leder nachgejagt, wird in Wiesenburg noch heute.

Der Radsportverein „Adler“ gründete sich Anfang der 1920er Jahre. Zum Vereinslokal hatten die Wiesenburger Radsportenthusiasten der ersten Stunde das Gasthaus Frähsdorf auserkoren. „Wettfahrten wurden gestartet. Die Mitglieder hatten einheitliche Mützen, der Verein eine Standarte. Bald gab es einen Ableger, der sich Radfahrverein „Einigkeit“ nannte. Ihre Vereinsgaststätte wurde das Hotel Paul. Der Besitzer war großzügig und stiftete Saalfahrräder“, heißt es in den Lebenserinnerungen von Paul Krüger. Beide Vereine lösten sich späterhin wieder auf.

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