Dippmannsdorf. Dort, wo heute das Dippmannsdorfer Naturbad zur Erholung einlädt, befand sich ehemals ein von Quellwasser gespeister Teich, auf dem sich Enten tummelten. Das Federvieh konnte die Jugend in warmen Sommermonaten jedoch nicht davon abhalten, den Teich ebenfalls zum baden zu benutzen.
1952 wurde der Plan gefasst, das Gewässer zu entschlammen und mit einem Zaun zu umgeben. Aus dieser Grundidee wuchs der Gedanke des Schwimmbadbaus in Dippmannsdorf. Schon 1953 wurde das Vorhaben begonnen. Die Einwohner des Dorfes spendeten 450 Meter Holz für den Bau. Es wurde geschachtet, betoniert und gezimmert bis letztendlich 800 Zentner Zement verarbeitet waren. Nach nur halbjähriger Bauzeit wurde im Sommer 1954 ein für damalige Verhältnisse modernes Schwimmbad eingeweiht. Das Schwimmbecken war 25 Meter lang, 15 Meter breit und verfügte über einen drei Meter hohen Sprungturm. Ein Nichtschwimmerbecken, Umkleidekabinen, eine Fußwaschrinne und eine Liegewiese komplettierten die Anlage, die 40 Jahre danach zu einem Naturbad umgebaut wurde.

Grund dafür war, dass das Bad nicht mehr den Erfordernissen der Zeit entsprach. Um das Bad zu erhalten, hatte sich der Ortsbeirat in den frühen 1990er Jahren entschlossen, das Freibad zu einem Naturbadeteich umzubauen. Martin Golze war damals Bürgermeister von Dippmannsdorf, Klaus Gleisenring gehörte dem Ortsbeirat an. Eingeweiht wurde das Dippmannsdorfer Naturbad mit kleinem Sandstrand und Liegewiese am 1. Juni 1998. Über eine Schwallanlage fließt seitdem frisches Quellwasser in den Badeteich. Das Wasser wird in einer Schilfklärzone gereinigt und über die alte Dorfbache in die Belziger Landschaftswiesen wieder abgeleitet. Im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen waren auch die Umkleideräume und der Sanitärbereich erneuert worden.
Die Saison im Dippmannsdorfer Naturbad läuft noch bis zum 1. September 2024. Das Bad ist täglich von 13:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.
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