KleinKunstwerk, Bad Belzig, Schneekönigin, Gerlinde Kempendorff

Bad Belzig: Die liebe Schwester der Schneekönigin rief und das KleinKunstWerk war voll

Bad Belzig. Bei der letzten Veranstaltung des Jahres 2024 im KleinKunstWerks Bad Belzig war der Saal wieder einmal bis auf den letzten Platz gefüllt – trotz einer Werbepanne. Die Schneekönigin hatte zum gemeinsamen Singen eingeladen.

KleinKunstwerk, Bad Belzig, Schneekönigin
Die liebe Schwester der Schneekönigin

Doch im Vorfeld konnte die Veranstaltung nicht plakatiert werden, obwohl die Plakate rechtzeitig designt worden waren. Die Druckerei schickte die fertigen Plakate an den Doremi Mannheimer Kinder- und Jugendchor Mannheim – und dessen Plakate nach Bad Belzig. Zwar wurde der Fehler korrigiert, doch die richtigen Plakate kamen gerade noch rechtzeitig zum Beginn der Veranstaltung. Dem Zuspruch zur Veranstaltung tat das keinen Abbruch.

Die Besucher erlebten am zweiten Advent neben Gerlinde Kempendorff vor allem Jochen Falck. Er ist erfolgreicher Comedian, Zauberer und noch viel mehr, was man in keine Schublade packen kann. Mit dabei war auch fast die ganze Familie Kempendorff, auf der Bühne, an der Klarinette (Uli Kempendorff) oder am Tresen, außerdem zahlreiche Freunde und Kunstenthusiasten, am Piano Uwe Matschke.

Gerlinde Kempendorff moderierte nicht nur die Veranstaltung, sondern gab, wohl zum letzten Mal, die Schneekönigin bzw. deren gute Schwester selbst. Außerdem verhalf sie dem Weihnachtsmann mit einem Puppenspiel zu seinem Auftritt. Mit den Besuchern sang sie verschiedene Weihnachtslieder, Volksliedern, aber auch einem Lied von Reinhard Lacomy und Monika Erhardt. Dazu hatte sie extra für diesen Nachmittag ein kleines „Weihnachtsgesangsbuch“ zusammengestellt. Von Anfang an breitete sich eine wohlige, heimelige, ja vertraute Atmosphäre im Saal des ehemaligen Elektrizitätswerkes aus.

Zwischendurch brachte Jochen Falck Groß und Klein immer wieder zum Lachen. Betreutes Lachen, wie er es selbst nennt. Auf originelle und unterhaltsame Art führte er vor, was er alles nicht kann, um es dann gelegentlich doch zu können. So jonglierte er mit seiner Klarinette den Notenständer, schluckte Feuer in Form einer Peperoni oder auch ein Schwert oder benutzte die Köpfe der Kinder in der ersten Reihe als Xylophon. Die Lacher hatte er stets auf seiner Seite, da er immer am meisten über sich selbst lachen konnte.

Zum Ende des Programms gab es noch einen besonderen Höhepunkt. Erstmals und extra für Gerlinde Kempendorff kamen ihre Enkelinnen auf die Bühne. Ihre Enkelin Ani trat mit ihren Freundinnen, alle etwa zehn Jahre jung, als Tanzgruppe „Glöckchen“ auf. Enkelin Ricarda tanzte mit ihren Freudinnen, alle um die 13 Jahre jung, als „Chrismas Girls“. Sie haben sich diese Tänze extra für die Weihnachtsfeier ausgedacht. Nicht nur ihre Oma applaudierte begeistert.

Alles in allem eine gelungene Programmkomposition. Für einen stimmungsvollen Jahresausklang. Die Saison 2024 war nach den Coronajahren wieder eine gute Saison für die kleine Bühne mit dem immer größer werdenden Ruf. Insgesamt kamen in diesem Jahr 1.043 Besucher in die Kulturstätte, wie Inhaberin Gerlinde Klempendorff stolz verkündete. Weiter geht es im April kommenden Jahres „wieder mit einem großartigen Programm“.

(Artikelfoto: Die liebe Schwester der Schneekönigin)

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