Dirk Klare,Reppinichen

Dirk Klare – Ehrenamtlicher Einsatz für Reppinichen

Reppinichen. Seit der letzten Kommunalwahl gibt es in vielen Orten neue Mitglieder in den Ortsbeiräten. So auch in Reppinichen.

Ortsvorsteherin Doris Bäwert hilft den beiden Neuen, Janet Kießling und Dirk Klare, sich in ihre Aufgaben einzuarbeiten, da sie selbst in Zukunft kürzer treten möchte.

Dirk Klare lebt seit 1995 in Reppinichen. Der Umzug aufs Dorf kam aber nicht von ungefähr. Seine Mutter stammt aus dem kleinen Ort und die Großeltern lebten dort ihr Leben lang. Die Ferien hat er meist dort verbracht. Als die Großmutter starb war es für Dirk Klare und seine Frau klar – wir ziehen nach Reppinichen, schon, um den Großvater nicht allein zu lassen. Inzwischen gehört auch Nachwuchs zur Familie. Der 36jährige arbeitet als Berufsschullehrer in Dessau. So ist für ihn auch der Arbeitsweg akzeptabel. „Und ab und zu ist man auch etwas früher zu Hause und man kann sich um verschiedene Dinge besser kümmern“, sagt er.

Doris Bäwert hatte Dirk Klare angesprochen, ob er sich vorstellen könnte, im Ortsbeirat mitzuarbeiten. Um ihn nicht gleich ins kalte Wasser zu werfen hat sie sich bereit erklärt, vorerst weiter als Ortsvorsteherin zu fungieren und den beiden Neuen alles beizubringen, was sie wissen müssen. Dirk Klare kümmert sich vorrangig um das Thema Dorfgestaltung und die dazu gehörigen Förderanträge. Dazu hat Reppinichen in diesem Jahr einen Dorfverein gegründet. Das macht die Einwerbung von Fördermitteln leichter. Denn man hat im Ort einiges vor. Um alte Traditionen wieder aufleben zu lassen, möchten die Einwohner auf dem Backenberg wieder einen Backofen aufbauen. Dort stand schon mal einer. Der Backenberg ist eine kleine Erhebung neben dem Teich, wo zum Ortsjubiläum vor einigen Jahren bereits eine Zeitkapsel vergraben wurde.

Dirk Klare ist es wichtig, dass die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt wird. So finden sich im Ort immer Leute, die bei den verschiedensten Veranstaltungen helfen. Besonders beliebt sind stets die Programme zum Dorffest. Und Veranstaltungen stehen noch einige an. Wie wieder das Hasenrennen am 3. Oktober, ein Radrennen des SV Kloster Lehnin, welches 2023 bereits einmal rund um Reppinichen stattfand. Bereits am 1. Oktober gibt es ein DDR-Essen im Dorfgemeinschaftshaus. Dort will man die Kochkunst der DDR aufleben lassen und viele haben sich bereit erklärt, mitzumachen. Am 4. Oktober gibt es dann ein Oktoberfest. „Wir haben also einige anstrengende Tage vor uns“, so Dirk Klare.

Die Arbeit im Ortsbeirat macht ihm Spaß. Dirk Klare war auch schon auf vielen Ausschusssitzungen und Gemeindevertretersitzungen dabei. „Es wird zu viel geredet“, das stört ihn. Auch das Thema Windenergie beschäftigt ihn und die Einwohner. Grundsätzlich sei man im Ort aufgeschlossen dem gegenüber, so Klare, aber es muss auch der Ort etwas davon haben. Die Orte, die die Hauptlast tragen, müssen dafür auch begünstigt werden. Im Moment könne man noch mitbestimmen, welche Flächen ein Ort für erneuerbare Energien zur Verfügung stellen will. Wenn das nicht mehr geht, bekommt man vielleicht irgendwo Anlagen hingesetzt. „Das sollte sich jeder vor Augen führen“, sagt Dirk Klare, denn die hohen Energiekosten sind in jedem Haushalt ein Thema.

Und sein Fazit nach etwa einjähriger Arbeit im Ortsbeirat? „Das Gemeinschaftsgefüge im Ort hat sich sehr verbessert“, lobt er die Einwohner. Und das ist für die zukünftige Arbeit wichtig. Ohne die Beteiligung aller kann auch ein Ortsbeirat wenig ausrichten.

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