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Nymphe zurück im Wiesenburger Schloss

Wiesenburg. Die älteren Einwohner der Gemeinde Wiesenburg/Mark können sich noch gut an die Skulptur der Nymphe vor dem Mittelteich im Schlosspark erinnern.

Sie wurde im Zuge der ersten Umgestaltungsmaßnahmen Ende der 1940er Jahre zur Freude der Gäste auf das untere Teppichbeet positioniert und war somit ein Blickfang. Ursprünglich stand sie im Gartensaal, das zeigen alte Fotos. Ebenso fand der Junge mit dem Delphin einen neuen Platz in der Fürstenkrone. Wahrscheinlich hing es damit zusammen, dass das Schloss zu einer Internatsschule umfunktioniert wurde. Der Gartensaal wurde zur Aula, da hatten diese Figuren keinen Platz. Gefertigt wurde die Nymphe 1869 in Rom vom Künstler Joseph von Knopf.

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Nymphe im Park – Quelle Parkarchiv

Als Ende der 80er Jahre mit der Parksanierung begonnen wurde, war die Skulptur wieder im Weg. Kurzzeitig stand sie ohne Sockel im Kaminzimmer. Der erste Investor für das Schloss wollte sie wieder in den Park versetzen, jedoch mit der Auflage, sie über den Winter einzuhausen. So etwas kennt man zum Beispiel von den Skulpturen im Park Sanssouci. Das lehnte dieser ab.

Die Nymphe war inzwischen auch beschädigt, ein Arm wurde restauriert. Das Museum auf der Burg Eisenhardt hatte Platz und erklärte sich bereit, der Nymphe Asyl zu gewähren. So konnte mit der Parkrestaurierung begonnen werden. Das Ergebnis ist die Anlage in ihrer heutigen Form, die jährlich tausende Besucher anzieht. Durch die Parkbrigade, den Parkförderverein und viele freiwillige Helfer werden jährlich die Teppichbeete nach alten Vorlagen neu gestaltet.

Auf einer Eigentümerversammlung der jetzigen Schlossbewohner wurde besprochen, die Nymphe wieder an ihren angestammten Platz zurückzuholen. Joachim Gorr fuhr nach Bad Belzig um zu schauen, wo die Nymphe jetzt steht. Im Gespräch mit Museumsleiter Thomas Schmöhl zeigte sich, dass dieser Platz im Museum braucht und so keine Einwände gegen eine Rückholung hatte. Auch Bürgermeister Robert Pulz hatte nichts einzuwenden. So wurde die Skulptur kürzlich nach Wiesenburg zurückgeholt. Jetzt zieren beide, die Nymphe und auch der Junge mit dem Delphin, wieder den Gartensaal des Schlosses. Als Gegenleistung für das jahrelange Asyl gab die Eigentümergemeinschaft dem Museum eine Spende über 2.000 Euro.

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