Wiesenburg/Mark. Die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark wurde auch für einen Rückblick auf die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde genutzt.
Gemeindewehrführer Jens-Uwe Werner gab den Abgeordneten einen Überblick über die geleistete Arbeit 2025. Insgesamt rückten die Wehren der Gemeinde zu 75 Einsätzen aus. Davon waren 33 Brandeinsätze, 39 technische Hilfeleistungen und drei sonstige Einsätze. Das machte für die Kameraden 3.568 Einsatzstunden insgesamt. Dazu kamen noch 20 Brandsicherheitswachen.
Die Zahlen allein zeigen, wie wichtig die Freiwilligen Feuerwehren gerade in der Fläche sind. Zusätzlich sind sie auch ein wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaften. In vielen Orten läuft ohne die Feuerwehr so gut wie nichts.
Nicht jeder Einsatz verläuft nach Schema F – die Kameraden müssen sich immer wieder auf neue Situationen einstellen. Besonders schwer sind jedes Mal Einsätze mit Personenschäden. Daran haben viele noch Wochen später zu knabbern, denn die gehen an die Substanz. Erschreckend ist auch, dass es viel mehr Gebäudebrände gab als sonst. Durch die anhaltende Trockenheit in den Sommermonaten erhöhte sich auch die Zahl der Wald- und Feldbrände.
Die Gemeinde hat 248 Mitglieder in den Ortswehren, darunter 40 Frauen. Nach Ausbildung und Zuzug konnten neun neue Truppfrauen und -männer ihre Arbeit aufnehmen. Das trug vor allem zur Stärkung der kleinen Wehren in den Ortsteilen bei. Viele Stunden verbringen die Kameradinnen und Kameraden bei Ausbildung und Lehrgängen. So kam man 2025 auf 3.693 Ausbildungsstunden.
Eine Erfolgsgeschichte sind die Jugendfeuerwehren. Die haben insgesamt 83 Mitglieder. Mit 40 Mädchen und 43 Jungen halten sich da die Geschlechter die Waage. Wenn auch nicht alle, so bleiben doch einige auch im Erwachsenenalter dabei. Der Abschied von diesem Ehrenamt hängt meist mit Lehre, Beruf und Familiengründung zusammen. Die Kinder und Jugendlichen von 6 bis 16 Jahren werden von 9 Jugendwarten betreut. Ihnen dankte Jens-Uwe Werner besonders für ihre Arbeit.
Aber auch auf technischem Gebiet hat sich einiges getan. So konnte im Mai 2025 das neue Feuerwehrhaus im Grubo eingeweiht werden. Dort haben die Kameraden endlich mehr Platz und vor allem Umkleidemöglichkeiten. In Wiesenburg begann der An- und Umbau des Gerätehauses. Für den Anbau in Reetz ist inzwischen die Baugenehmigung da, zwei neue Tanklöschfahrzeuge sind bestellt. Es wird mit einer Lieferung 2028 gerechnet, denn die Fahrzeuge werden nicht in Massenproduktion gefertigt.
Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren wurde mit großem Applaus gewürdigt.
(Artikelfoto: Anbau an der Hinterfront der FF Wiesenburg begannen 2025)
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