Rädigke: Zur Heimat erkor ich mir die Liebe – Bernd Fredrich über die Dichterin Mascha Kaléko

Neuer Vortrag von Bernd Fredrich über die Dichterin Mascha Kaléko

Rädigke. Mascha Kaléko war der Star in den Diskussionen im Berliner „Romanischen Café“. Sie war Wortführerin und alle (Männer) erlagen ihren Argumenten, ihrem Humor und ihrem jugendlichem Charme. Leider war sie das nur für ca. drei Jahre. Es waren ihre „paar leuchtenden Jahre“, wie sie selbst diese Zeit benannte. Im Januar 1933, im gleichen Monat, in dem Hitler an die Macht kam, brachte sie ihren ersten Gedichtband heraus. Danach kam schon fast das Ende ihrer lyrischen Karriere – denn als Jüdin hatte sie keine Zukunft in Deutschland.

U.a. auch darüber berichtet Bernd Fredrich in seinem neuen Vortrag in der Fläming-Bibliothek im Gasthof Moritz, und zwar zweimal: am Freitag, 27. März 2026 und am Dienstag, 31. März 2026. Er stellt erstmals eine dichtende Frau vor. Eine Frau, die es in der deutschen Nachkriegsliteratur schwer hatte, nicht vergessen zu werden. Gleichzeitig berichtet er auch von ihren privaten Schicksalsschlägen.

Ihre heiter-melancholischen Gedichte um den Alltag und die Gefühlswelt der Menschen finden bis heute großen Anklang. Sie war eine Ausnahmeerscheinung als Lyrikerin. Kaum ein anderer verkörperte das Berlin der Weimarer Zeit so gut wie sie, „die Großstadtlerche“. Aber auch nach der Flucht in die USA besang sie die verlorene Heimat.

Fredrich meint:

„Gerade bei Mascha gibt es gewisse Schwankungen im Interesse an ihrem Werk, geradezu Wellenbewegungen nach oben und unten. Im letzten Jahr war ihr 50. Todestag, seitdem ist sie wieder oben und macht viele ,süchtig‘ nach ihren Gedichten.“

Ein Beispiel sind die zwei CDs, auf denen Dota Kehr ihre Gedichte kongenial vertont hat. Die besten Gedichte werden nun auch in Rädigke zu Gehör gebracht.

Vortrag „Wenn ich eine Wolke wäre“

„Mascha Kaléko – Ihr Leben in Gedichten“

von Dr. Bernd Fredrich

am FR 27.03.26 und DI 31.03.26, jeweils 19:00 Uhr

im Gasthof Moritz, Rädigke

Eintritt: 10,00 Euro

Anmeldung bei Doris Moritz erbeten Tel. 033848 60292

vorher Büfett möglich

(Foto: copyright Dt. Literaturarchiv Marbach)

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