Bad Belzig. Freiwillige Feuerwehren sind aus Städten und Dörfern nicht wegzudenken. Sie sorgen ehrenamtlich für den abwehrenden Brandschutz, technische Hilfeleistungen, wie zum Beispiel bei Verkehrsunfällen oder Unwettern, und den Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt. Sie sind 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche einsatzbereit, bilden sich regelmäßig weiter, übernehmen Sicherheitswachen und leisten oft Unterstützung für Berufsfeuerwehren. Das ist auch in Bad Belzig nicht anders. Stadtwehrführer Olaf Beelitz berichtete den Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung über die geleistete Arbeit.
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Belzig hat derzeit 332 Mitglieder, darunter 79 Frauen. Die Kameradinnen und Kameraden opfern viele Stunden ihrer Freizeit, um im Notfall helfen zu können. Das wäre ohne die Unterstützung ihrer Familien nicht möglich.
Im vergangenen Jahr wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Belzig zu insgesamt 178 Einsätzen gerufen. Davon waren 50 Brandeinsätze und 128 technische Hilfeleistungen. Dabei konnten 56 Menschen das Leben gerettet bzw. ihnen geholfen werden. Sieben Menschen konnten leider nur noch tot geborgen werden. Solche Situationen verlangen den Einsatzkräften auch mental viel ab. „Jede einzelne Ortsfeuerwehr wird gebraucht“, so Olaf Beelitz. Die Einsatzbereitschaft beruht vor allem auf einem hohen Ausbildungsniveau. Großer Wert wird auf die technische Ausbildung gelegt. Dafür absolvieren die Kameradinnen und Kameraden viele Lehrgänge auf unterschiedlichen Gebieten. Im vergangenen Jahr kamen so 3.100 Ausbildungsstunden zusammen. Zeit, die auch wieder der Familie fehlt. Deshalb ging der Dank noch einmal an Familien und Ehepartner.
Aus dem Gemeindeleben sind Feuerwehren nicht wegzudenken. Sie beteiligen sich an verschiedensten Veranstaltungen in den Orten und veranstalten selbst Tage der offenen Tür. Dort wollen sie über ihre Arbeit berichten und so auch neue Mitglieder gewinnen. Bei den Jugendlichen gab es 23 Neuaufnahmen. Die 21 Abgänge müssen relativiert werden, denn 11 Kameraden wechselten direkt in die Einsatzabteilung. In der Kinder- und Jugendfeuerwehr sind derzeit 158 Kinder und Jugendliche aktiv.
Ganz wichtig ist auch die Ausstattung der Feuerwehr. Das sehen auch die Stadtverordneten so und stimmen deshalb immer dafür, Gelder in die Feuerwehren zu investieren. Im Moment kämpft die FF wie jeder andere mit den hohen Kraftstoffkosten. Müssen wir aktiv werden, fragen sich die Stadtverordneten? Im Moment ginge es noch, so Olaf Beelitz. Wenn Not am Mann ist, würde man an die Stadt herantreten.
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