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Windpark Reetz-Reppinichen-Reetzerhütten und kein Ende

Wiesenburg/Mark. Das Thema Windpark wurde auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter in Wiesenburg/Mark von der Tagesordnung genommen. Es gibt noch zu viel zu bereden, deshalb wird es zeitnah eine Sondersitzung zu dem Thema geben. Wohl nicht unerheblich ausschlaggebend dafür war der Besuch des blauen Robur vom RBB.

Bürgermeister Marco Beckendorf kritisierte, dass die beiden Seiten ohne Moderation aufeinander losgelassen wurden. Das habe noch mehr zur Spaltung der Dorfgemeinschaft beigetragen. So eine Situation sollte eigentlich verhindert werden, in dem zwar kontrovers, aber sachlich diskutiert werden sollte.

Trotzdem gab es in der Einwohnerfragestunde Wortmeldungen zu dem Thema.

windpark reetz,reppinichen,blauer robur,RBB, gemeindevertretung wiesenburg/markSo bemängelte Andreas Letz als Grundstückseigentümer, dass diese keine Möglichkeit zur Abstimmung hatten. Ein geordnetes Bauleitplanverfahren bedeutet nicht, dass auch gebaut wird. Dieses soll Transparenz schaffen, Emotionen rausnehmen und Spaltung verhindern. Bürgermeister Marco Beckendorf erklärte, dass man sich, ehe man viel Geld in die Hand nimmt, ein Stimmungsbild verschaffen wollte. Deswegen wurde eine Energie-AG ins Leben gerufen, Ortsbeiratssitzungen und Infoveranstaltungen durchgeführt. Jetzt gibt es ein knappes Ergebnis mit einer Mehrheit gegen den Bau der Windkraftanlagen. Da es aber immer Diskussionen gibt, will man dem Thema mehr Raum geben und dazu eine Sondersitzung einberufen.

Claus Wichmann kritisierte, dass die Ortsbeiräte ohne eine Sitzung zustimmende Mails an die Gemeindevertreter geschickt haben. Das sei rechtlich nicht zu beanstanden, so der Bürgermeister. Die Ortsbeiräte sind kein beschließendes Gremium. Sie dürfen sich aber treffen und ihr Votum abgeben, auch nicht öffentlich. Auch waren sie Teil der Energie-AG. Das Schreiben sei also nicht ausschlaggebend. Deswegen wurde ja eine Bürgerbefragung durchgeführt.

Inzwischen kursieren Gerüchte, es gäbe ein neues Angebot vom Landgut Reppinichen. Heike Rönnefahrt fragte in diesem Zusammenhang, ob man das unterbinden könnte, damit die Spaltung in den Dörfern, besonders in Reetz, nicht noch weiter fortschreitet. So etwas liegt der Gemeindevertretung nicht vor, erklärte Marco Beckendorf. Wenn es Änderungen gibt, werden diese auf der Sondersitzung besprochen. Die Verschärfung der Situation sieht er nach wie vor im Besuch des Robur.

Martin Platzeck stellte die Frage, ob die Gemeindevertreter schon einmal die Orte besucht haben, die für den Bau vorgesehen sind. Einige kennen die Standorte, ansonsten gibt es auf der Internetseite der Gemeinde eine sehr gute Visualisierung. Johannes Blatt, Gemeindevertreter, sieht es auch so, dass unbedingt noch einmal ein Meinungsaustausch notwendig ist. Er findet es aber auch legitim, dass die Ortsbeiräte Stellung beziehen.

Ein Termin für die Sondersitzung steht bisher noch nicht fest.

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