Brück. Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße ist wieder frei befahrbar. „Wir haben sie kürzlich feierlich eingeweiht“, berichtete Bürgermeister Matthias Schimanowski in der Brücker Stadtverordnetenversammlung am 17. September 2026 im Multifunktionalen Erweiterungsbau am Schulcampus der Stadt.
Der Zustand der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße führte seit langer Zeit regelmäßig zu Beschwerden: Die Straße war holprig, bei Starkregen bildete sich eine regelrechte Seenplatte und nach dem Abfluss des Regenwassers verwandelte sich der „Parkstreifen“ in eine Matschwüste. Auch die Bürgersteige befanden sich in einem unzumutbaren Zustand. Dringender Sanierungsbedarf bestand zudem unter der Oberfläche – bei Kabeln, Leitungen und Schächten, teilte die Verwaltung in einer Erklärung mit.
Die Straße führt von der Bahnhofsstraße zum Schulcampus, wo sie zwar Sackgasse ist, aber trotzdem stark frequentiert, denn sie hat drei große Anlieger: Den Bildungscampus, die Wohnblocks mit zahlreichen Mietparteien und den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatz nebst Anlagen. „Entsprechend viel Verkehr muss hier sicher und geordnet geführt werden“, teilt Kai Fröhlich, der Sprecher der Amtsverwaltung mit. Der auch betont, dass damit der Schulweg wesentlich sicherer geworden ist.
Grundhaft erneuert wurde in mehreren Bauabschnitten die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße ab Bahnhofstraße bis einschließlich Buswendestelle nebst Fuß- und Fahrradweg; eine Querungshilfe Höhe der Straße Am Sportplatz und ein separater Radweg zwischen Mehrgenerationenhaus (MGH) und dem Block Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 4 wurden angelegt. Für das MGH wurde eine eigene Zufahrt geschaffen.
Durch den neuen Radweg am MGH entzerrt sich der Verkehrsdruck seitens der Radfahrer. Wer von Süden kommt, nutzt jetzt diesen Weg, während Radfahrer aus Richtung Norden bereits zuvor mehrheitlich über die Straße Am Sportplatz fahren können. Der Fußgängerverkehr kommt überwiegend vom Bahnhof und hat jetzt auf der gesamten Strecke genug Platz neben den Radfahrenden. In der Straße wurde eine Tempo 30-Zone eingerichtet.
Vor dem Campus stehen jetzt genügend Parkplätze auf beiden Straßenseiten zur Verfügung. Die Parkplätze wurden allesamt versickerungsfähig ausgeführt, unter dem Geh-/Radweg im vorderen Bereich wurden große Füllkörperrigolen verbaut, welche an die Überläufe der in der Fahrbahn befindlichen mit Abdeckungen versehenden Sickermulden angeschlossen sind. Bei Starkregen können so große Wassermengen schnell in die Füllkörperrigolen abgegeben werden und zeitverzögert in den Untergrund versickern. Es muss niemand in Pfützen stehen, wenn er seinen Wagen verlässt. Mit Fertigstellung der Baustelle ist der Bus(wende)verkehr hinter dem Park & Ride-Parkplatz am Döner entfallen, die vertraute Wendestelle am Multifunktionsbau ist wieder in Nutzung.
Die Schlussrechnung liegt noch nicht vor, eingeplant waren Kosten von rund 1,5 Millionen Euro. Für die Schul- und Spielwegsicherung wurden im Rahmen des „Ausbauprogramms Wohnumfeld-Verbesserung“ Fördermittel in der Höhe von rund 390.000 Euro bewilligt.
„Der Umbau kann auch als ein Beitrag zum 50sten Jubiläum des Schulstandorts gelten“, sagte Schimanowski und fügte hinzu, dass über einen Festakt nachgedacht wird. Er selbst ist ein Kind der Stadt und wurde hier vor 49 Jahren eingeschult.
(Artikelbild: Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße)
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