Kreistag Potsdam-Mittelmark, Ausschuss für Soziales, Arbeit und Migration

Potsdam-Mittelmark: Zur Wohnsituation Geflüchteter aus Sicht der Verwaltung

Potsdam-Mittelmark, Werder. Der Ausschuss für Soziales, Arbeit und Migration des Kreistages von Potsdam-Mittelmark tagte am 22. September 2026. Im Bericht der Landkreisverwaltung ging Dezernent Bernd Schade ausführlich auf die Wohnsituation der Geflüchteten ein.

So gibt es weiterhin hohe Zugänge an ukrainischen Geflüchteten. Insgesamt muss der Landkreis Potsdam-Mittelmark 8,7 Prozent der im Land Brandenburg ankommenden Geflüchteten unterbringen.

In der Zeit von Anfang diesen Jahres bis Ende August wurden insgesamt 337 Ukrainer aufgenommen, davon 239 (71 Prozent) in der Gemeinschaftsunterkunft und 98 (39 Prozent) in privatem Wohnraum. Gleichzeitig wurde mit dem Auszugsmanagement aus den Containern und dem Neubau der Gemeinschaftsunterkunft Bad Belzig III begonnen.

Kreistag Potsdam-Mittelmark, Ausschuss für Soziales, Arbeit und Migration

Der Dezernent für Soziales, Arbeit und Migration im Landkreis Potsdam-Mittelmark, Bernd Schade, stellte anschließend die Verteilung der insgesamt 2.807 Flüchtlinge dar. Von diesen beziehen 1.371 (48,8 Prozent) Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und 1.436 (51,2 Prozent) andere Leistungen oder erzielen Arbeit. Spätaussiedler und Kontigentflüchtlinge werden in diesem Jahr nicht gesondert betrachtet.

Kontingentflüchtlinge sind in Deutschland Flüchtlinge, die in festgelegter Anzahl (Kontingent) nach Deutschland übersiedeln dürfen. Dies betrifft Flüchtlinge, die im Rahmen einer humanitären Hilfsaktion, aufgrund von Sichtvermerken (Visa) oder einer Übernahmeerklärung des Bundesministeriums des Innern aufgenommen wurden. Sie durchlaufen kein Asyl- und auch kein sonstiges Anerkennungsverfahren, sondern erhalten mit ihrer Ankunft sofort eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen (§ 23 und § 24 AufenthG), können ihren Wohnsitz jedoch nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht frei wählen.

Wikipedia

Betrachtet man den Auszug aus den vorhandenen Unterkünften, so lässt sich feststellen, dass

  • in dem Zeitraum vom 01.05.2024 bis zum 31.12.2024 insgesamt 170 Menschen einen eigenen Wohnraum bekommen haben und 16 Wohnungen akquiriert wurden;
  • in dem Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 31.12.2025 insgesamt 336 Menschen einen eigenen Wohnraum bekommen haben und 15 Wohnungen akquiriert wurden und
  • in dem Zeitraum vom 01.01.2026 bis zum 31.08.2026 insgesamt 287 Menschen einen eigenen Wohnraum bekommen haben und 21 Wohnungen akquiriert wurden.

Insgesamt konnten durch die Unterstützung durch die Verwaltung, insbesondere durch den zuständigen Fachdienst also 793 Menschen aus den Gemeinschaftsunterkünften in einen eigenen Wohnraum ziehen. Die meisten Menschen zogen nach Potsdam (43), nach Berlin (34), nach Bad Belzig (27) und nach Brandenburg a.d.H. (19).Die Verwaltung ist optimistisch, dass die Zahlen vom Vorjahr in diesem Jahr noch übertroffen werden können.

Kreistag Potsdam-Mittelmark, Ausschuss für Soziales, Arbeit und Migration, Steven Koch, Bernd Schade
Steven Koch (links) und Bernd Schade

Artikelbild: Kreistag Potsdam-Mittelmark, Ausschuss für Soziales, Arbeit und Migration in Werder)

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