Brück. Gute Nachricht für Patienten und den im Ärztehaus ansässigen Arzt, Henning Balzer. In der 41. Kalenderwoche, also zwischen dem 5. und 9. Oktober 2026 soll der Aufzug in Betrieb gehen. Das sagte Amtsdirektor Mathias Ryll in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (SVV) am 17.09.26 im Erweiterungsbau am Schulcampus der Stadt.
Damit dürfte ein langgehegter Wunsch des Mediziners sowie eine Forderung des Seniorenbeirats in Erfüllung gehen. Baustatische Probleme machten den Einbau eines Stahlgerüsts notwendig und verzögerten die Fertigstellung. Sowohl die Sondierungsöffnung im Mai als auch der Rückbau der Bestandsaufzuganlage am 24. Juni 2026 haben ergeben, dass keine Betonriegel im Bestandsmauerwerk vorhanden sind. Nachträglich Betonriegel einzubauen war konstruktiv nicht möglich, da der Querschnitt des Bestandsmauerwerks dies nicht zulässt. Demnach musste eine Alternativlösung gefunden werden.
Die Aufzugfirma hat als Alternative zu den nicht vorhandenen Betonriegeln ein Stahlleitergerüst konzipiert, das mittels Durchsteckanker an der Aufzugschachtwand montiert wurde, um die Lasten des neuen Personenaufzugs aufzunehmen. Das dazu erforderliche Stahlleitergerüst musste erst durch einen Vertragspartner der Aufzugfirma gefertigt werden.
Am 1. September 2026 begann die Montage des Stahlleitergerüsts und der Aufzugtechnik. Der Aufzug ist geliefert und wird entsprechend des Baufortschritts montiert.
Des Weiteren gab es den Wunsch nach zwei Zebrastreifen. Zum einen vor dem Amtshaus, hier befindet sich auch ein Supermarkt sowie eine Apotheke und Bushaltestelle. Auch in der Haltestelle in der Beelitzer Straße in Brück-Schloßbusch wurde ein Fußgängerüberweg gewünscht. Für beide wurde seitens der Amtsverwaltung ein Antrag bei der kreislichen Verkehrsbehörde eingereicht. „Beide Anträge sind abgelehnt worden“, berichtete Ryll. Stattdessen wird temporär ein Tempolimit eingeführt. Im Abschnitt zwischen Karl-Friedrich-Straße und Buchenweg soll in der Ernst-Thälmann-Str. in Brück von Montag bis Freitag zwischen 08.00 Uhr und 18.00 Uhr die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h erlaubt sein. Die gleiche Einschränkung wird es auch in der Beelitzer Str. geben, hier ebenfalls wochentags allerdings von 06.00 bis 16.00 Uhr. Hier wird zusätzlich das Schild „Vorsicht Kinder“ angebracht.

Ryll berichtete ebenfalls, dass die beiden Ver- und Entsorger, WAV „Hoher Fläming“ und AZV „Planetal“ ihre Zusammenarbeit forcieren wollen. Hier wird es demnächst einen gemeinsamen Notdienst geben.
Hinter dem Skater-Park am Mehrgenerationenhaus könnte bald ein Container aufgestellt werden. Dieser soll dann als Jugendklub genutzt werden können. Allerdings verzögert sich die Aufstellung, da zwar eine Baugenehmigung inzwischen vorliegt, eine Baufreigabe aber noch nicht gegeben ist. Nach Angaben der Verwaltung beinhaltet die Baugenehmigung folgende Punkte:
„Die Container sind als wind- und wettergeschützter Unterstand/Raum aufzustellen, das bedeutet die Container mit einer Raumsolltemperatur bis max. 12 Grad Celsius bzw. man argumentiert mit periodischer Temperierung an max. ca. 4 Tagen pro Woche auf mehr als 12°C in der Zeit von Oktober-März (dann an ungefähr 100 Tagen/Jahr) zu nutzen“.
Die Maßnahme soll insgesamt 62.000 Euro kosten, die im Haushalt für dieses Jahr berücksichtigt sind. Für Planungskosten wurden bisher 6.829,00 Euro ausgegeben, für Genehmigungskosten beim Landkreis 1.448,00 Euro. Die Vermessungsleistung beläuft sich auf ca. 2.500,00 Euro. Für die Umsetzung der Aufstellung, einschließlich Gelände freimachen, Fundamente, Stromanschluss verbleiben ca. 51.200,00 Euro. Mit der Vorbereitung und den Fundamentarbeiten soll sofort nach der Erteilung der Baufreigabe begonnen werden.
Übrigens hat das Ärztehaus in der Karl-Friedrich-Straße 1 Zuwachs bekommen. Ergotherapeutin Melissa Sommer unterstützt dort Patientinnen und Patienten dabei, ihren Alltag möglichst selbstständig zu gestalten, sie macht auch Hausbesuche.
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