Borkwalde. Falls Mannschaftstransportwagen (MTW) zur Verfügung stehen, sollen sie auch für Fahrten zur Ausbildung genutzt werden, darauf bestand Amtsdirektor Mathias Ryll in der Antwort auf eine Anfrage des Amtsausschussvorsitzenden Philipp Konopka.
Der Kommunalpolitiker hat erfahren, dass Kameraden der Feuerwehren aus dem Amt Brück ihre Kosten für die Fahrten zur Führerscheinausbildung in den Klassen C und CE nicht erstattet bekommen haben.
„Die Ausbildung zieht sich über Monate und erfordert eine Vielzahl von Terminen. Diese Termine finden bedauerlicherweise nicht immer in unserer unmittelbaren Umgebung statt, sodass neben der Fahrzeit, nicht unerhebliche Kosten für die Fahrt zur Fahrschule entstehen…. Aufgrund der teilweise recht weiten Fahrten zur Fahrschule, belaufen sich diese Kosten je nach Absolventen auf mehrere hundert Euro“, hat Konopka festgestellt und wurde von der verweigerten Erstattung überrascht.
Der Amtsdirektor betonte, dass selbstverständlich eine Erstattung stattfindet, falls kein MTW zur Verfügung steht, falls aber doch, dann muss das eigens für solche Zwecke angeschaffte Fahrzeug genutzt werden. In einem speziellen Fall wurde die Verfügbarkeit nachgeprüft. „Es wurde nicht einmal angefragt, ob ein MTW frei sei“, so Ryll. Angefügt wurde auch, dass
„Die erworbene Fahrerlaubnis neben der Nutzung im Feuerwehrdienst auch privat verwendet werden kann. Ungeachtet dessen übernimmt das Amt Brück die vollständigen Ausbildungskosten“.
Die Antwort stellte Konopka nicht zufrieden und er verwies darauf, dass „zugleich der § 27 Abs. 4 des Brandenburgischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes eine Pflicht zu Auslagenerstattung durch den Träger vorsieht“.
Die Amtsverwaltung blieb bei ihrer Auffassung.
Inzwischen sind auch weitere Schritte bei der Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses im Brücker Ortsteil Neuendorf erfolgt. Zwar wird geprüft, ob der Neubau in der Straße Am Gutshof in Modulbauweise erfolgen kann, um Kosten zu sparen, aber es sollen noch in diesem Jahr ein Bodengutachten und die Planungsaufträge beauftragt werden. Dafür sind rund 30.000 Euro veranschlagt. Mit einer Baugenehmigung wird frühestens Ende des Jahres 2027 gerechnet.
Wie hoch die Kosten für die Feuerwache beim Brandenburgischen Dorf- und Erntefest in Damelang ausfallen werden, ist noch nicht geklärt. Die Veranstalter erwarten eine Gleichstellung mit den Gemeindefesten, wogegen sich gerade bei den Kameraden der Brücker Ortswehr Widerstand gibt. Die von der Verwaltung errechneten Kosten lägen bei 30.000 Euro, bei Gemeindefesten, aber auch bei der Veranstaltung „Titanen der Rennbahn“ wurden, entsprechend einem Beschluss, nur 10 Prozent fällig.
Die Vorlage wurde vorerst vertagt, man erwartet vom Festverein Planebruch die Vorlage einer Bilanz. Offenbar gehen die Kameraden von hohem Gewinn aus, wohingegen die Spatzen von den Damelanger Dächern von Verlusten zwitschern.
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