Borkwalde. Das Amt Brück ist Träger des Brandschutzes und für die notwendige Ausrüstung der Kameraden verantwortlich. In seiner Sitzung am 28. September 2026 in Borkwalde hat der Amtsausschuss beschlossen, die Atemschutztechnik zu vereinheitlichen und auf ein Überdruck-Atemschutz umzustellen.
„Bereits im vergangenen Jahr wurde mit der Umstellung der Atemschutztechnik der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Brück durch die Beschaffung neuer Druckluftflaschen der Marke Dräger begonnen. Mit der nun vorgesehenen Beschaffung der dazugehörigen Trägerplatten und Atemschutzmasken soll diese Umstellung fortgeführt und damit ein einheitliches Atemschutzsystem für die Feuerwehr geschaffen werden“, begründete die Verwaltung den notwendigen Schritt. Damit will man den Parallelbetrieb verschiedener Systeme vermeiden. Die neu Technik soll gegenüber anderen Systeme mehr Sicherheit bieten.
„Das vorgesehene Überdrucksystem bietet gegenüber dem bisher eingesetzten Normaldrucksystem einen zusätzlichen sicherheitstechnischen Vorteil. Bei einem Überdruck Atemschutzgerät wird innerhalb der Atemschutzmaske ein Überdruck gegenüber der Umgebung aufrechterhalten. Dadurch wird bei kleineren Undichtigkeiten das Eindringen von Schadstoffen in den Atembereich des Atemschutzgeräteträgers erschwert. Das Überdrucksystem stellt damit bei geeigneter und bestimmungsgemäßer Verwendung ein erhöhtes Schutzniveau gegenüber einem herkömmlichen Normaldrucksystem dar“, schreibt die Amtsverwaltung.
Anfangs ging man von rund 250.000 Euro Kosten aus und hatte eine Zusage des Kreises auf eine Förderung aus dem Kreisentwicklungsbudget in Höhe von 75.000 Euro. Inzwischen hat sich der Erwerb um 35.000 Euro verteuert und durch die Haushaltssperre im Landkreis kann man nicht auf die zugesagte Förderung zurückgreifen. Trotzdem bleibt es dabei, dass man das neue System erwerben will.
„Aufgrund der derzeit geltenden Haushaltssperre beim Landkreis Potsdam-Mittelmark kann aktuell kein Mittelabruf der KEB-Mittel erfolgen. Die Anschaffungskosten in Höhe von ins. 250 T€ müssten ohne die Zuwendung komplett durch das Amt Brück getragen werden. Wie im Beschluss dargestellt, könnten die Kosten mittels der eingeplanten Mittel von 215 T€ … sowie die restliche Summe von 35 T€ …finanziert werden“, teilte die für den Brandschutz zuständige Sachbearbeiterin den Amtsausschussmitgliedern mit. Eine leichte Ersparnis gelang der Verwaltung durch die Möglichkeit, die Altgeräte im Rahmen der „JumpAktion“ in Zahlung zu geben. Immerhin konnten dadurch 22.600 Euro erzielt werden.
Der Amtsausschuss stimmt dem Erwerb mehrheitlich zu. Zwei Abgeordnete enthielten sich, einzig Brücks Bürgermeister Matthias Schimanowski konnte nicht überzeugt werden und stimmte dagegen.
(Artikelbild: FF Brück-Rottstock)
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