Treuenbrietzen. Der Landkreis hat die Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. In Treuenbrietzen wird wieder öfter zu schnell gefahren, und vor den Schulen sind einzelne Messungen besonders auffällig.
Wer in Treuenbrietzen aufs Gas tritt, muss öfter damit rechnen, geblitzt zu werden. Und leider auch: Er tut es immer recht oft. Das zeigen die Zahlen des Landkreises Potsdam-Mittelmark, die bei dem 6. Ausschuss für Bildung, Sicherheit und Ordnung der SVV Treuenbrietzen am 13. Oktober präsentiert wurden.
1. Halbjahr: 25 Messungen, 468 Verstöße
In der Stadt Treuenbrietzen wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 25 Messungen durchgeführt. Dabei kontrollierte der Landkreis 6.568 Fahrzeuge, 468 davon waren zu schnell unterwegs. Das ist ein Plus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im Kreisvergleich fällt das Bild gemischt aus. Bei den mobilen Messungen stieg die Zahl der Verstöße kreisweit um 13,6 Prozent. 511 Einsätze gab es, 156.695 Fahrzeuge wurden gemessen, 10.161 waren zu schnell. An den festen Anlagen dagegen ging es bergab: Von 5.721.644 gemessenen Fahrzeugen fuhren 14.512 zu schnell, 17,2 Prozent weniger als im Vorjahr.
Schulstart mit Tempo
Besonders heikel sind die Zahlen zur Schulwegsicherung für das Schuljahr 2026/27. Zwischen dem 24. August und dem 18. September kontrollierte der Landkreis 64-mal vor Schulen und Kitas und maß 13.374 Fahrzeuge. 655 überschritten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Der Landkreis beziffert den Anteil auf 4,9 Prozent, im Vorjahr waren es 3,6 Prozent.
Schulbeginn: Drei Messungen in Treuenbrietzens
In Treuenbrietzen stand das Messgerät an drei Tagen:
- 26. August: 116 Fahrzeuge gemessen, 7 zu schnell (rund 6 Prozent).
- 8. September: Doppelmessung. Am ersten Messpunkt 130 Fahrzeuge, davon 10 zu schnell (7,7 Prozent). Am zweiten 84 Fahrzeuge, davon 6 zu schnell (7,1 Prozent).
- 14. September: Doppelmessung. Am ersten Punkt 93 Fahrzeuge, 5 zu schnell (5,4 Prozent). Am zweiten 324 Fahrzeuge, davon 36 zu schnell (11,11 Prozent).
“Die teils erschreckenden Zahlen zeigen, dass die Gesellschaft ihr eigenes Fahrverhalten weiter hinterfragen muss, auch und gerade, um den Schulweg der Kinder sicher zu halten.“
Christian Gronemeier-Pohl.
Fast doppelt so viele Verstöße wie der Kreisdurchschnitt
Zusammen sind das 747 gemessene Fahrzeuge und 64 Verstöße. Rund jeder zwölfte Autofahrer war vor Treuenbrietzens Schulen zu schnell unterwegs (8,6 Prozent). Das ist fast doppelt so viel wie im Kreisdurchschnitt von 4,9 Prozent. Dort, wo morgens Kinder die Straße queren, wird in Treuenbrietzen also deutlich öfter gerast als anderswo im Landkreis.
Für den Ausschuss ist die Botschaft klar: Verkehrsüberwachung bleibt wichtig und sinnvoll, nicht als Selbstzweck, sondern als verkehrserzieherische Maßnahme. “Die teils erschreckenden Zahlen zeigen, dass die Gesellschaft ihr eigenes Fahrverhalten weiter hinterfragen muss, auch und gerade, um den Schulweg der Kinder sicher zu halten“, sagte der Leiter des Bürgeramtes Christian Gronemeier-Pohl bei dem Ausschuss in Dietersdorf.
(Artikelbild: Die Geschwindigkeitstafel vor der Birkenschule in Treuenbrietzen soll Autofahrer an die 30-Zone erinnern.)
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