Melanie Balzer

Bad Belzig: Weniger Sitzplätze im RE 7 – Landtagsabgeordnete fragt bei der Landesregierung nach

Bad Belzig. Es wird enger in den Zügen des RE 7 zwischen Dessau – Berlin – Senftenberg. Die im März mit viel Beifall aufgenommene Kapazitätserweiterung bei den Sitzplätzen wird ab dem 1. November 2026 wieder zurückgenommen, wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mitteilt. Damit wird die Anzahl der Sitzmöglichkeiten von 420 auf 270 zurückgefahren.

Mit den zusätzlichen Kapazitäten an Wochenenden, Feiertagen und in den Abendstunden war auf die in den letzten Jahren gestiegenen und grundsätzlich saisonal bedingt höheren Fahrgastzahlen zwischen Ostern und den Herbstferien reagiert worden. Inwieweit die saisonale Verstärkung von den Reisenden angenommen wurde, soll der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg in einer Evaluation auswerten. Im Jahr 2027 soll das Ergebnis genutzt werden, um zu entscheiden, wie ab 2028 mit den Kapazitätsausweitungen umgegangen wird. Jetzt ist jedoch klar, dass außerhalb der Hauptverkehrszeiten es wieder enger wird. Davon sind zwar die Pendler nicht betroffen, jedoch waren die Züge des RE 7 in Richtung Berlin und auch zurück durchgehend gut ausgelastet.

Die Ankündigungen haben auch die Fläminger Landtagsabgeordnete Melanie Balzer aufgeschreckt. Sie fragte beim Infrastrukturministerium nach und zeigte sich zumindest teilweise zufrieden.

„Ich danke der Landesregierung, dass sie das Sitzplatzangebot und die Kapazitätserweiterung des RE 7 evaluiert und gehe fest davon aus, dass das Ergebnis zeigen wird, dass die Züge sehr häufig sehr voll sind“, sagte Balzer.

„Die Verdichterleistungen der Linie RE 7, die bisher in Berlin Wannsee enden, werden zu den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags auf die Berliner Stadtbahn verlängert“, heißt es etwas sperrig in einer Mitteilung des VBB. Genauer wird es nicht, aber das müsste heißen, dass die Züge mindestens bis Berlin-Charlottenburg verlängert werden, da die Stadtbahn Ost- und Westkreuz verbindet.

„Die direkte Verbindung zur Berliner Stadtbahn ist eine gute Nachricht für die Pendlerinnen und Pendler und stärkt zugleich den Wirtschaftsstandort Potsdam-Mittelmark. Eine attraktive Bahnanbindung macht unsere Region als Wohn- und Arbeitsort noch interessanter und kommt auch den Unternehmen vor Ort zugute“, freut sich Melanie Balzer.

Eigentlich war schon für das Jahr 2027 etwas anderes vorgesehen.

„Das ursprünglich für den Fahrplan 2027 geplante Angebotskonzept kann aufgrund der Verlängerung der Generalsanierung Berlin – Lehrte zunächst nicht umgesetzt werden. Es sah vor, dass die Linien RE 7 und RB 23 jeweils in den Hauptlastrichtungen der Verkehrsnachfrage auf bzw. von der Berliner Stadtbahn aus verkehren. Im Detail sollten die Züge der Linie RE 7 morgens von Bad Belzig direkt auf die Stadtbahn fahren und von dort als RB 23 im Verkehr zum Universitätsstandort Golm umsteigefrei fahren. Am Nachmittag sollten die Züge direkt von Golm auf die Berliner Stadtbahn und von dort umsteigefrei in Richtung Bad Belzig fahren. Das Konzept wird für den Fahrplan 2028 weiterverfolgt“, erklärt man seitens des VBB.

Es bleibt abzuwarten, ob es in zwei Jahren tatsächlich zu einer Umsetzung kommt.

(Artikelbild: Melanie Balzer zum RE 7 © Alexander Habenicht)

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