Reetz. Reetz platzte am vergangenen Sonntag aus allen Nähten. Bereits zum zweiten Mal fand ein Dorftrödel statt, organisiert von einer kleinen Gruppe Ehrenamtlicher.
Schon im vergangenen Jahr war die Aktion ein großer Erfolg. In diesem Jahr hatten noch mehr Einwohner ihre Höfe geöffnet – es waren fast 40. Dementsprechend voll waren die Straßen in Reetz, da natürlich durch die Presseankündigung auch viele auswärtiger Besucher kamen. Die Nummernschilder reichten von Berlin über Potsdam, Teltow-Fläming bis nach Sachsen-Anhalt und Jerichower Land. Gemütlich konnte man Straße für Straße ablaufen. Auf Grund der vielen Nachfragen im vergangenen Jahr hatten sich diesmal auch einige mit Speisen und Getränken vorbereitet. An einigen Höfen gab es Würstchen vom Grill, das Sensthof-Café hatte geöffnet und auf den meisten Höfen bekamen die Besucher selbst gebackenen Kuchen und Kaffee.

Aber natürlich waren alle gekommen, um zu stöbern und dieses oder jenes interessante Teil zu finden. Besonders ältere Haushaltsgegenstände und Werkzeuge hatten es den meisten angetan. Bei vielen Dorfbewohnern befinden sich solche noch auf Böden und Kellern und fristen dort ein trauriges Dasein. Andere dagegen suchen gerade so etwas entweder als Sammlerobjekt oder auch zu Dekorationszwecken. So wurde fast jeder fündig.
Angelika Meschonat freute sich riesig über eine Puppe. „Das ist mein Weihnachtsgeschenk“, sagte sie glücklich. Besonders die Kinder des Ortes versuchten, Spielzeug und Bekleidung an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Um alles zu sehen, brauchte man viel Zeit. Einige Gäste waren vier bis fünf Stunden im Ort unterwegs. Und auch die Reetzer selbst wanderten gemütlich von einem Hof zum anderen. So trafen sich Leute, die sich sonst wochenlang nicht sehen, neu Zugezogene lernten ihre Dorfgemeinschaft kennen und überall wurde ein Schwätzchen gehalten.
Auf jedem geöffneten Hof war auch ein Spendenglas zu finden. Im vergangenen Jahr kam der Erlös dem Dorfverein zugute, in diesem Jahr soll das Geld in die Kinder und Jugendlichen fließen. Für den Sportplatz werden davon Fußballnetze und ein Basketballkorb angeschafft. Auch das Freibad benötigt einiges, angefangen von Wasserspielzeug für die Kleinsten bis hin zu Sonnenschirmen. Organisatoren und Dorfverein werden sehen, was mit den Spenden möglich sein wird.
Alles in allem – wieder ein Riesenerfolg für den Dorftrödel. Auch dank der Organisation des Teams um Claus Wichmann.
Eindrücke vom Dorftrödel
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