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Wieder Motorradbiathlon in Reetz

Reetz. Nach fünf Jahren Pause fand endlich wieder ein Motorradbiathlon auf dem Reetzer Mühlenberg statt.

Es war die erste Veranstaltung dieser Art unter der neuen Leitung des MSC Burg Eisenhardt. Da war die Aufregung natürlich groß, ob auch alles klappt. Aber die Reaktion der Fahrer und Betreuer waren durchweg positiv. Da das Rennen über zwei Tage ging, übernachteten viele auf dem Mühlenberg. Besonders positiv fanden alle, dass es einen Zeitplan gab, der auch weitestgehend eingehalten wurde. Nur am Sonntag musste wegen Regenschauern eine zusätzliche Pause eingelegt werden.

Gut angenommen wurde zur Entspannung auch das Reetzer Freibad, für das kräftig Werbung gemacht wurde. Die gesamte Veranstaltung war sehr gut besucht, damit hatten die Organisatoren gar nicht gerechnet, weil es so eine lange Pause gab. Zirka 80 Fahrer aller Alters- und Kubikklassen hatten sich angemeldet. Und nach diesen Klassen wird auch gewertet und am Ende der Saison die Sieger gekürt.

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Staub auf der Rennstrecke

Motorradbiathlon ist ähnlich dem Biathlon beim Wintersport eine Kombination aus Fahren und Schießen. Die Fahrer rennen vom Start aus zu ihrer Maschine, starten diese und dann geht es auf die Strecke. Der Abstand der Starter beträgt 30 Sekunden. Es gehen immer zwei Fahrer gleichzeitig auf die Runde. Erst wenn mindestens eine Runde gefahren ist, dürfen sie an den Schießstand kommen. Dort wird aus Sicherheitsgründen jetzt mit Lasergewehren geschossen. Jeder Fahrer hat fünf Schuss, für jeden Fehlschuss gibt es eine Strafminute. Die Rundenanzahl richtet sich nach Motorradklasse und Alter. Gefahren werden darf ab sechs Jahren, nach oben ist das Alter offen.

Am Samstag war das Rennen für alle ziemlich anstrengend. In voller Montur machte den Fahrern die Hitze deutlich zu schaffen, denn so eine Runde mit viel Sand, Kurven und Bergen zehrt an den Kräften. Kein Wunder also, dass am Schießstand Betreuer und Familie erst einmal mit ausreichend Wasser parat standen, damit sich die Fahrer erfrischen konnten.

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ein kräftiger Schluck für Danilo

Aber wann kommt man nun zum Schießen? Das dürfen sich die Fahrer selbst einteilen. Danilo Scheibel aus Reetz, gemeinsam mit seinem Bruder Fabio waren sie die Lokalmatadoren, kommt meist bei etwa der Hälfte des Rennens. „Das ist dann wie eine kleine Pause“, sagt er. Aber auch ihm stand die Anstrengung beim Schießen ins Gesicht geschrieben und Mama Ina versorgte ihn mit ausreichend Wasser. Er traf beim Schießen alle Scheiben.

Für seinen Bruder Fabio lief es beim ersten Schießen nicht so gut, aber bei den weiteren Rennen hatte er sich gefangen. Trotzdem will die Entscheidung für das Schießen gut überlegt sein. “Es macht keinen Sinn, zum Schießen zu kommen, wenn ich grad jemanden überholt habe“, so Danilo Scheibel, “denn dann habe ich ihn ja wieder vor mir, also lieber erst etwas Abstand herausfahren.“

Insgesamt gibt es zehn Rennen in dieser Saison an unterschiedlichen Orten. Wichtig ist, alle Rennen zu Ende zu fahren, das kann später ausschlaggebend sein für die Gesamtwertung. Die beiden Jungs konnten mit ihren Platzierungen am Wochenende durchaus zufrieden sein. Danilo startete in zwei Klassen, einmal auf einem auf Cross umgebauten Moped, einmal mit einer Motocrossmaschine, Fabio nur auf einer Motocrossmaschine.

Danilo und Fabio wurde das Motocrossgen sozusagen vererbt. Schon Opa Peter Woitas fuhr seit seiner Jugend Motocross. Das färbte natürlich auf seine Enkel ab. Danilo erinnert sich, dass er mit seinem Opa schon im Vorschulalter erste Versuche mit dem Moped unternommen hat. Zu seinem 6. Geburtstag bekam er sein erstes Crossmotorrad. Fabio fuhr schon mit drei Jahren auf einem Poket-Bike durch Opas Garten. So wirklich daran erinnern kann er sich gar nicht. Das erste offizielle Rennen bestritt Danilo 2014 in Klöden mit sieben Jahren. Opa Peter hatte einen großen Einfluss auf den Werdegang seiner Enkel. Er brachte ihnen alles Grundlegende bei. Aber er möchte auch, dass die Jungs gut sind und wenn nicht, wird auch schon mal gemotzt. Und ja, Motocross ist kein billiges Hobby, zumal es Sponsoring in solchen kleinen Vereinen so gut wie nicht gibt. Die Fahrer müssen alle Kosten selbst stemmen.

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