Bernd Willmann und Martin Sehrig, Groß Briesen, Wiedehopf

Groß Briesen: Jetzt schon an den Frühling denken – Wiedehopf-Freunde bereiten sich vor

Groß Briesen. Die Freunde Bernd Willmann und Martin Sehrig widmen sich bereits seit fünf Jahren leidenschaftlich dem Irokesen unter den Vögeln, wie der Wiedehopf mit seinem beige-orange-bräunlichen Gefieder, schwarz-weißen Flügeln und der charakteristischen Federhaube auch genannt wird. Mit dem Bau von Nistkästen unterstützen sie diesen schönen, aber auch scheuen Vogel, sich in Brandenburg wieder vermehrt niederzulassen.

„Jetzt ist die richtige Zeit für die Vorbereitungen fürs Frühjahr. Wenn die Nistkästen neu im Frühling aufgestellt werden, werden diese nicht so gut angenommen“, erklärte Willmann. „Die müssen erst einmal Schnee kriegen, sagen wir dazu“, fügte er schmunzelnd hinzu.

214 Kästen wurden bereits in den vergangenen Jahren, vorwiegend im Fläming, aufgestellt. „Mit diesen Kästen ist es möglich, sich den Wiedehopf in den Garten zu holen. Dazu braucht man nur zirka fünf Quadratmeter einer wilden Ecke. Der bodennahe Kasten wird in eine Hecke oder einen Busch gestellt“, erzählte Sehrig.

Mit dem unverwechselbaren Ruf des Männchens „up-up-up“ lockt dieser das Weibchen an und bietet ihr mehrere Nistmöglichkeiten an. Da das Weibchen sehr wählerisch ist, müssen einige Parameter, wie das optimale Nistmaterial aus bestimmten Laubbäumen, der Abstand zu Gebäuden, die Höhe des Einstiegs oder der Durchmesser des Einstiegsloches stimmen. Willmann und Sehrig lernten viel durch eigene Erfahrungen und durch die Rückmeldungen der Kasteninhaber hinzu und optimierten die Nisthilfe. Dazu dient altes, aufgearbeitetes Palettenholz oder zugeschnittene Baumstämme. Katzen oder Hunde auf dem Grundstück stellen keine Gefahr für diesen besonderen Vogel dar, denn mit einem übel riechenden Sekret weiß dieser sich gegen Feinde zu schützen, daher auch die alte Redensart „Stinken wie ein Wiedehopf“.

Durch das ehrenamtliche und leidenschaftliche Engagement konnten in diesem Jahr 115 Jungvögel gezählt werden, so dass mittlerweile die Hälfte der Population deutschlandweit im Bundesland Brandenburg lebt.

Ihr Wissen geben Willmann und Sehrig gern an alle Interessierten weiter;

„Wir möchten die Leute animieren, für die Vögel Nistkästen aufzubauen. Es gibt so viele große Gärten ohne einen einzigen Nistkasten.“

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Bernd Willmann, Tel.: 033846/41642.

(Artikelfoto: Bernd Willmann (rechts) und Martin Sehrig)

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