Borne,christine Boock

Neuer Ortsbeirat in Borne

Borne. Die Mitglieder des Ortsbeirates in Borne standen Anfang des Jahres vor einer schwierigen Entscheidung. Da die bisherige Ortsvorsteherin Christina Hindemith zu Ende März aus privaten Gründen ihr Mandat zurückgab, mussten verschiedene Optionen geprüft werden.

Um den Ortsbeirat wieder mit drei Vertretern zu besetzen, hätten Neuwahlen ausgeschrieben werden müssen. Das hätte für den Ort fünf Monate Wartezeit und hohen administrativen Aufwand bedeutet. So stand sowohl eine Auflösung als auch die Arbeit nur zu zweit im Raum. Christine Boock und Sonja Stahn entschieden sich für letzteres. Sie teilen sich die Arbeit und wollen auch alle anderen Interessierten eng mit einbeziehen. Den Vorsitz des Ortsbeirates übernahm Christine Boock.

Die gebürtige Freiburgerin lebt seit 2013 in Borne. Bereits 1987 kam sie nach Berlin und begann dort ihre Laufbahn als Filmemacherin. Zusätzlich hat sie in Paris Film studiert. Viele Jahre hat sie als Cutterin gearbeitet und unter anderem den „Tatort“ geschnitten. Jetzt macht sie meist Auftragsarbeiten für Firmen und das deutschlandweit, meist für Gesundheitsunternehmen und Krankenhäuser. Das sind sogenannte Imagefilme, mit denen Firmen sich als Dienstleister oder Arbeitgeber vorstellen.

Christine Boock liebt es, im Freien zu sein. Schon in Berlin hatte die kleine Familie einen Schrebergarten. Sie wollten schon immer auf´s Land. Dann fanden sie in Borne ein altes Bauernhaus mit einer freien Wohnung und kauften es „Es war ein großer Entschluss, so ein altes Haus zu renovieren“, erzählt Christine Boock, „sechs Wochen haben wir in einem Campingbus gewohnt, ehe wir das erste Mal im neuen Haus übernachten konnten.“ Da Christine Boock vieles gern selbst macht, ist auch jetzt noch viel zu tun.

Die Entscheidung, den Ortsbeirat zu leiten, hat sie sich gut überlegt. Ihre Motivation war zum einen, dass es Menschen gibt, die sich einbringen wollen. Zum anderen findet sie es wichtig, Verantwortung für das direkte Umfeld zu übernehmen. Das ist für Christine Boock mehr Motivation als die große Politik. „Man kann die Welt nicht retten“, sagt sie, auch wenn sie es gern tun würde. In ihrer Arbeit ist es ihr wichtig, Verständnis für jede Position, jede Meinung zu entwickeln. Alle zur Gemeinsamkeit zu bewegen, wird auch in Borne eine Herausforderung sein.

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