Wiesenburg/Mark. Seit kurzem ist den Gerüchten um Edeka nun ein Ende gesetzt. Der ursprünglich geplante Standort auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei wurde verworfen.
Er entsprach laut EDEKA Minden-Hannover nicht den Flächenanforderungen für einen modernen Markt. Aber es wurde eine neue, gemeinsame Lösung gefunden. Der neue Markt soll am Roteichenweg, gegenüber der Tankstelle, entstehen. Dazu hat die Gemeindevertretung im März diesen Jahres den Rückkauf der Fläche beschlossen. Im Juni erfolgte dann mit einem positiven Votum der Gemeindevertreter der Verkauf an EDEKA. Gleichzeitig eröffnet der Umzug die Möglichkeit, am bisherigen Standort an der Friedrich-Ebert-Straße barrierefreie Praxisräume für die medizinische Versorgung zu schaffen.

Das erforderliche Bebauungsplanverfahren soll in Kürze starten. Auch die konkreten Planungen für den neuen Markt werden zeitnah aufgenommen. Mit einer Eröffnung ist frühestens im Jahr 2030 zu rechnen. Mit dem Neubauvorhaben wird zugleich die Nachfolge am derzeitigen Standort geregelt. Die selbstständige EDEKA-Kauffrau Sandra Jung, die den Markt an der Friedrich-Ebert-Straße über 30 Jahre erfolgreich geführt hat, gibt den Markt aus persönlichen Gründen ab. Ihre Nachfolge übernimmt EDEKA-Kaufmann Mathias Weinert, der bereits den nah & gut-Markt in Görzke betreibt. Bis zur Realisierung des Neubauprojekts läuft der Betrieb am bisherigen Standort mit nur geringfügigen Anpassungen weiter – dazu gehören unter anderem eine Vergrößerung des Backwaren-Sortiments und der Tiefkühl-Abteilung.
Ein wichtiger Bestandteil der Vereinbarung mit EDEKA ist zudem die Stärkung der medizinischen Infrastruktur vor Ort. Nach dem Umzug des Marktes in die Roteichenstraße soll das Bestandsgebäude umgebaut werden. Die EDEKA Minden-Hannover beteiligt sich finanziell daran, ebenerdige Praxisräume zu schaffen, die von der Gemeinde dringend benötigt werden. Hierfür stellt das Unternehmen einen Baukostenzuschuss zur Verfügung.
„Mit dieser Einigung haben wir gleich mehrere wichtige Ziele erreicht: Die Nahversorgung bleibt langfristig gesichert, wir gewinnen Entwicklungsmöglichkeiten für den Einzelhandel und schaffen gleichzeitig neue, barrierefreie Praxisräume für die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger“, sagt Bürgermeister Marco Beckendorf. „Hinzu kommt, dass durch den neuen EDEKA-Markt nicht nur die vorhandenen zehn Arbeitsplätze gesichert, sondern diese auch auf rund 35 ausgebaut werden.“
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