Niemegks Majestät nahm das Schwein nicht

Sven Hoyer wurde als Bürgerschützenkönig 2018 gekürt, Axel Weisenseel und Nico Wieland waren die Platzierten

Niemegk. Die Sieger des Bürger-Königsschießen anlässlich des Stadtfestes 2018 stehen fest: 1. Platz Sven Hoyer (Niemegk) mit 93 Ringen. Auf die Plätze kamen Axel Weisenseel (Niemegk) mit 92 Ringen, ebenso viele hatte Nico Wieland (Garrey). Der 2. und 3. Platz wurde durch  ein Stechen ermittelt, weil beide zuvor schon eine gleiche Ringzahl hatten. Als dies im Stechen wiederholte, entschied Schiri Oliver Krebs, dass Axel Weisenseel mit zweimal eine 10 der bessere Schütze ist. An dem Wettbewerb beteiligten sich gut 20 Schützen, die langjährigen Mitstreiter um den Titel, Andreas Wittstock und Uwe Roßmann waren zwar dabei, aber nicht treffsicher genug. Die Platzierten wurden von Mario Hermann von der Schützengilde zu Niemegk 1710 e.V. auf dem Schützenplatz in Niemegk geehrt.

Schützenkönigspaar Judit Hackl und Valerij Sinner - aus Deutsch Bork
Schützenkönigspaar Judit Hackl und Valerij Sinner – aus Deutsch Bork

Die Geschichte hinter dem Bürgerschießen 2018 ist aber eine ganz andere: Schwein haben, ist schön. Das Glück hat aber Grenzen! Dann, wenn beim alljährlichen Bürger-Königschießen anläßlich des Niemegker Stadtfestes für Majestät ein Spanferkel in Aussicht und die Chancen gut stehen, dass ein und derselbe gewinnt und das von der Hoher Fläming eG Rädigke/Niemegk gestiftete Borstentier nach Hause “bringt”. Deshalb wurde zum diesjährigen Bürger-Königsschießen neu geregelt, dass die Gewinner je nach Platzierung zwischen den Preisen wählen können. So dass der das Schwein “nach Hause führt”, der es bestenfalls auch tatsächlich an den Grillspieß bringt.

Hintergrund: Dem Vernehmen nach soll es mehrere Bürger-Schützenkönige in der Vergangenheit gegeben haben, die ihren vierbeinigen Gewinn nicht vom Stall abgeholt haben. Gab es gar einen Spanferkel-Stau im Schweinestall? Keiner weiß es! Bekannt ist nur die Geschichte von Axel Weisenseel. Der Bürger-Königsschütze 2016  hat sein Spanferkel noch immer nicht abgeholt. Inzwischen soll der Eber oder die Sau so groß gefüttert worden sein, dass Freunde lästern: “Axel, jetzt kannst du auf dem Schwein reiten!” Wie groß das Schwein wirklich ist, ist leider nicht bekannt. Axel Weisenseel hat das Schweinchen mittlerweile an Romy Rumrich verschenkt. Er wird das Tier an seinem 40. Geburtstag Ende Juni über dem Feuer gar werden lassen und seine Gäste damit bewirten.

Aufgrund der Neuregelung zur Preiswahl, wurde es diesmal spannend: Sven Hoyer wählte den Tankgutschein der Firma Hoyer, ließ das Schwein Schwein sein. Für Nico Wieland waren wohl die geräucherten Forellen handlicher. Folglich blieb für Axel Weisenseel das Spanferkel…. Es wartet im Stall – auf ein Neues! Herzlichen Glückwunsch an alle Schützen!

Auf dem Schießstand
Auf dem Schießstand

 

 

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