Kein Ackerlauf in diesem Jahr in Reetzerhütten

Inzwischen hat es sich herumgesprochen, es wird in diesem Jahr keinen Ackerlauf in Reetzerhütten geben. Was sind die Gründe dafür? Im Gespräch dazu Michel Fröhlich.

Michel Fröhlich:

Es sind organisatorische Gründe, einfacher gesagt, finanzielle. In den vergangenen Jahren hatte ein Sponsor uns das Stroh sozusagen für Speis und Trank geliefert. Dieser ist weggebrochen. Wir haben uns erkundigt, wie viel wir für das notwendige Stroh hätten bezahlen müssen – so viel können wir nicht aufbringen. Zumal sich die Preise auf Grund der schlechten Ernte in diesem Jahr auch noch verteuert haben.

Hätte man dem nicht entgegenwirken können mit einem geringen Eintrittspreis?

M.F.

Das wollten wir nicht. Auch eine Spendenbox wäre nichts, weil die Einnahmen ja nicht kalkulierbar sind.

Was sagen die Fans, dass es keinen Ackerlauf gibt?

M.F.

Die sind natürlich traurig, denn alle waren schon ganz heiß darauf, zu laufen. Schon am nächsten Tag nach dem Ackerlauf im vergangenen Jahr hatten wir bereits 31 Anmeldungen.

Gäbe es denn genug Helfer?

M.F.

An den Helfern liegt es wirklich nicht, da haben wir genug Freiwillige, die gern mitmachen. Selbst die Feuerwehr hat ihre Hilfe angeboten, falls Funkgeräte oder ähnliches benötigt werden. Aber man braucht halt auch immer einen Verein, der hinter der Veranstaltung steht. Bisher war es immer der Kreissportbund. Hinzu kommen Kosten für Gema und auch das Wasser, das wir beim Lauf verbrauchen. Dazu mussten wir zum Wasserverband und dort ein Standrohr holen, was uns 300 € Kaution gekostet hat.

Was passiert in diesem Jahr? Ein Videoabend mit alten Ackerläufen?

M.F.

Die Idee hatten wir auch schon. Aber in diesem Jahr wird das noch nichts. Erst müssen einmal die Videos zusammengeschnitten werden. Aber geplant ist so eine Veranstaltung in Zukunft auf jeden Fall.

Wird es denn im kommenden Jahr einen Ackerlauf geben?

M.F.

Wenn alles glatt geht, geht es wieder „volles Rohr“ los. Außerdem wartet Bürgermeister Marco Beckendorf bestimmt schon auf eine Revanche gegen Ortsvorsteher Klaus-Peter Klenke.

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