Sturmschaden am Jeseriger See

Jeserig/Fläming. Die Gewitterfront am vergangenen Samstag brachte nicht nur den ersehnten Regen. Leider hat der damit verbundene Sturm auch einige Schäden hinterlassen. Wie am Jeseriger See. Als Roland Haag am Morgen seinen üblichen Spaziergang mit seinem Hund um den See machen wollte, versperrte ihm eine umgekippte Weide den Weg.

Er informierte Ortsvorsteher Manfred Rabinowitsch. Dieser wollte zunächst dem Bauhof der Gemeinde Wiesenburg/Mark Bescheid geben, damit dieser das Hindernis beseitigt. Roland Haag dachte jedoch, das könnte zu lange dauern, da er vermutete, dass der Baum in Jeserig nicht der einzige Schaden ist. Er erklärte sich bereit, den Weg selbst frei zu machen. Als Sicherheitsfachingenieur hat er die notwendige Erfahrung, Gerätschaften und Schutzkleidung für solche Arbeiten.

Also beschnitt er den Baum soweit, dass wieder ein durchkommen möglich ist. Auch die Naturwacht, die sich um die Sauberhaltung des Grabens kümmert, würde mit ihren Maschinen durchkommen. Gerne würde er den Stamm über dem Bach liegen lassen. „Schon wegen der Kinder, die dort gern spielen“, so Roland Haag. Oft hat er beobachtet, wie diese sich kleine Brücken aus Ästen über den Graben gebaut haben, die natürlich nicht lange hielten. Mit dem Stamm hätten sie einen festen Übergang und erinnert sich dabei gern an seine eigene Kindheit, als auf Bäume geklettert wurde. Aber das liegt wohl nicht in seiner Entscheidung. „Da müssen nun Fachleute gucken, was wo liegen bleiben kann“, so Haag.

Aber wichtig ist ihm das Thema schon, denn als Mitglied des Ortsbeirates ist er gerade dabei, gemeinsam mit anderen die Vorbereitungen für das alljährliche Seefest zu treffen. Da werden auch viele einen Spaziergang um den See machen wollen. Und Anfang August ist es ja schon soweit. Das Fest beginnt bereits am Freitag mit einem Orgelkonzert und einer Lesung in der Kirche. Am Samstag treffen sich dann alle auf dem Festplatz am See. Es wird in diesem Jahr eine Tombola geben und neben den typischen Sachen vom Grill auch vegetarische Gerichte. „Dafür brauchen wir dringend noch Besteck, denn wir wollen weg von dem Plastik“, erklärt Roland Haag. Wer also noch Besteck zu Hause hat, was er nicht benötigt, kann sich gern in Jeserig melden.

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