Bad Belzig. Man spürte sofort: Hier ist die Band zu Hause. Der Funke war schon übergesprungen, bevor die Band auf die Bühne kam. Allein deshalb wurde das 21. Konzert von „Keimzeit“ auf der Burg Eisenhardt zu einem besonderen Konzert. Die Musik riss mit, die Texte kamen an. Das Publikum, das vom ersten Titel an mitsang, tanzte auf dem Burghof zu den Liedern. Fast 1000 Besucher waren gekommen, um alte und neue Lieder von „Keimzeit“ zu hören. Hintergrund war die neue Keimzeit-CD „Das Schloss“.
Die Kulisse der Burg bildete einen imposanten Hintergrund. Der Butterturm erstrahlte in den verschiedensten Farben. Kurz, wer nicht dabei war, der hat eines der besten Kulturerlebnisse des Flämings in diesem Sommer verpasst.
„Keimzeit“ war die Lust am Spielen vor heimischem Publikum deutlich anzumerken. Die sechs Musiker spielten sich die Bälle zu, musikalisch und verbal. Ungewohnt die Position des Schlagzeugers. Lin Dittmann spielte ganz vorn auf der rechten Seite der Bühne. Am Bass war Hartmut Leisegang. Johannes Bigge vertrat den krankheitsbedingt fehlenden Pianisten Andreas „Spatz“ Sperling.
Für besondere Höhepunkte sorgte neben Bandleader Norbert Leisegang und Sebastian Piskorz an der Trompete der Bad Belziger Martin Weigel. Nicht nur dass er überraschend seinen Abschied aus der Band verkündete, mit seiner Mundharmonika sorgte er für besondere Momente im Konzert. Eines war ihm ein besonderes Anliegen:
„Die Brandenburger unter euch haben am 1. September die Wahl. Gebt Nazis keine Chance.“
Nach zweieinhalb Stunden und vielen Zugaben endete ein wunderbarer Sommerabend hoch über der Flämingstadt.
(Fotos: Christine Boock)
Wer noch mehr über das tolle Konzert erfahren möchte, dem sei der Artikel von René Gaffron in der MAZ empfohlen: Jetzt den MAZ-Artikel lesen!
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