Hubertusmesse in Zipsdorf bei Reetz

Reetz, Zipsdorf. Der 3. November ist der Tag des heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger. Aus diesem Anlass fanden in der Region mehrere Gottesdienste statt, so auch In Zipsdorf bei Reetz. Unter der 730 Jahre alten Eiche hatten sich viele Gläubige, aber auch nicht Gläubige versammelt, um dem Heiligen zu gedenken. Umrahmt wurde der Gottesdienst von den Reetzer Jagdhornbläsern, musikalisch begleitet von Mitgliedern des Posaunenchors der evangelischen Kirchengemeinde Brück.

Dabei weiß man nur wenig von ihm, erzählte Pfarrer Stephan Schönfeld in seiner wirklich ansprechenden und zum Nachdenken anregenden Predigt. Im Jahr 727 ist er verstorben. Wahrscheinlich ist er 20 Jahre zuvor Bischof von Maastricht geworden und davor ein Edelmann gewesen, der sich unter anderem auch aufs Jagen verstand. Was ist dran an diesem Hubertus, dessen Gedenktag der dritte November ist? Uralte Legenden ranken sich um diesen Mann.

„Vielleicht ist das der Grund dafür, warum wir auch zu Beginn des dritten Jahrtausends auf diese uralte Legende zurückkommen. Hubertusmessen wurden früher und werden heute wieder gern gefeiert“, so Pfarrer Schönfeld.

Hubertus, so berichtet die Legende, ist verheiratet. Er ist begütert und geht wie andere seiner Stellung auch in seiner Freizeit der Jagd nach. Seine Frau ist schwanger. Hubertus erwartet einen Erben. Seine Frau stirbt bei der Geburt und mit ihr auch das Kind. Um sich abzureagieren, geht Hubertus auf die Jagd und verfolgt einen Hirsch. Als er ihn erlegen will, erscheint im Geweih des Hirsches ein Kreuz. Dadurch wurde Hubertus angeblich bekehrt.

Einer Erzählung nach ließ er sich nach der Erscheinung des Kruzifixes im Geweih des gejagten Hirsches taufen und schwor der Jagd ab und wurde vom leidenschaftlichen Jäger zum Nichtjäger. Andere Quellen berichten, der vorher als brutal und zügellos geschilderte Hubertus habe sich nach der Erscheinung vom „wilden Heiden“ zum christlich-gemäßigten Jäger gewandelt. Christlichen Jägern gilt die Hirschlegende seither als Vorbild der Mäßigung und Ansporn zur waidgerechten Jagd gemäß der waidmännischen Losung: Den Schöpfer im Geschöpfe ehr[en], wie sie Oskar von Riesenthal in seinem Lied „Waidmannsheil“ (1880) formulierte. (Quelle:Wikipedia)

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