Das Warten hat ein Ende: Ein Edeka-Markt kommt nach Treuenbrietzen

Treuenbrietzen. Auch wenn viele Treuenbritzener nicht mehr daran geglaubt haben, dass es den lange ersehnten Edeka-Markt in Treuenbrietzen zeitnah geben wird, fand am 1. April 2026 der erste Spatenstich für das Bauvorhaben statt. „In Kürze beginnen die bauvorbereitenden Maßnahmen für den neuen Edeka-Markt der Kaufmannsfamilie Mahnke an der Ecke Schlalacher Straße / Berliner Chaussee (B2) in Treuenbrietzen“, heißt es in einer Presseinformation der Edeka Minden-Hannover Stiftung & Co. KG dazu.

Die Weichen für den Edeka wurden bereits vor Jahren gestellt. Seit 2018 gab es Diskussionen, Grundsatzbeschlüsse, die Neufassung des Einzelhandelskonzeptes, ein Bürgerbegehren und ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept. Der Weg zum Edeka-Markt wurde durch viele Diskussionen und Abstimmungen der Stadtverordneten geebnet. Die letzten Beschlüsse der Stadtverordneten „zu den städtebaulichen Verträgen“, zu „Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen“, zur „Erschließung für den Bebauungsplan“ und zur „4. Änderung des Flächennutzungsplans“, machten im Juli 2025 den Weg endgültig frei, damit das Bauvorhaben starten kann.

Das Warten lohnt sich: Im zweiten Quartal 2027 soll der Edeka-Markt in Treuenbrietzen eröffnen. (Quelle: EDEKA Minden-Hannover).

Umso erstaunlicher ist es, dass die Stadtverordneten lediglich informiert, aber nicht explizit zum Spatenstich eingeladen wurden, was allgemein üblich gewesen wäre, wie es aus Stadtverordnetenkreisen heißt. Einige sprachen sogar davon, die Information als Ausladung empfunden zu haben. Aufgefallen ist ebenso, dass offenbar auch ein Termin für den Spatenstich gewählt wurde, an dem der amtierende Bürgermeister Robert-Walter Wildgrube nicht anwesend sein konnte.

Trozdem freut sich das Stadtoberhaupt über den Markt. „Der neue Edeka ist ein wichtiger Schritt für die Stadtentwicklung in Treuenbrietzen. Der Wohnstandort Treuenbrietzen wird spürbar attraktiver und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger deutlich verbessert“, wird der Bürgermeister Robert-Walter Wildgrube in einer Presseinformation wiedergegeben.

Paul Fieseler, Expansion bei der Edeka Minden-Hannover, sagte:

„Nach der Änderung des Einzelhandelskonzeptes und dem Bürgerbegehren für die Ansiedlung eines Edeka-Marktes kann man nach all den Jahren sagen: Was lange währt, wird endlich gut. Treuenbrietzen ist für uns ein äußerst attraktiver Standort, weil hier eine stabile Nachfrage, eine klare regionale Identität und eine wachsende Wohn- und Lebensqualität zusammenkommen. Gerade weil es bislang noch keinen Edeka-Markt vor Ort gibt, sehen wir großes Potenzial, die Nahversorgung deutlich zu stärken und den Menschen ein modernes, gut erreichbares Lebensmittelangebot zu bieten. Mit dem Markt der Familie Mahnke schließen wir eine wichtige Versorgungslücke und schaffen gleichzeitig einen neuen Anziehungspunkt für die gesamte Umgebung.“

Im zweiten Quartal 2027 soll der Markt mit rund 2.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, 130 Parkplätzen und E-Ladesäulen eröffnen. „Wir freuen uns sehr, dass es nun losgeht“, sagt Edeka-Kaufmann Richard Mahnke, der gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Kindern den Markt betreiben wird. Familie Mahnke betreibt bereits den Edeka-Markt in Großbeeren und bringt reichlich Erfahrung mit. „Mit dem neuen Markt möchten wir den Menschen in Treuenbrietzen und Umgebung ein modernes, regional verankertes Einkaufserlebnis bieten. Unser Anspruch ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich unsere Kundinnen und Kunden wohlfühlen – mit einer großzügigen Verkaufsfläche, ansprechenden Bedientheken und einem attraktiven Aufenthaltsbereich“, so Mahnke weiter.

Am 1. April 2026 gab es den ersten Spatenstich für den Edeka-Treuenbrietzen. Auf dem Bild (v.l.n.r.): Paul Fieseler (Expansion EDEKA Minden-Hannover), Michael Knape (ehemaliger Bürgermeister Treuenbrietzen), Dr. Christoph Löwer (Beigeordneter des Landkreises Potsdam-Mittelmark), Anja Schmollack (Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Treuenbrietzen und Kreistagsabgeordnete) sowie EDEKA-Kaufmann Richard Mahnke, seine Frau Daniela Mahnke, Regina Berndt (Vertriebsleitung EDEKA Minden-Hannover) und die beiden Kinder der Kaufmannsfamilie Mahnke (Quelle: EDEKA Minden-Hannover).

(Jonathan Summer)

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2 Kommentare

  1. Und dennoch waren amtierende Stadtverordnete und ehemalige Stadtverordnete beim Spatenstich zugegen.
    Dass der Bürgermeister im Urlaub war, war natürlich ungünstig und auch dass keiner der beiden Stellv Bürgermeister zum Termin erschien. Obwohl dies ein wichtiges Infrastrukturprojekt ist. Aber ein Termin, drei Wochen nach dem offiziellen Baustart wäre sinnlos gewesen. Die Familie Mahnke ist anschließend nämlich in den Urlaub geflogen. Ich bin dafür einen Tag eher aus dem Urlaub gekommen, weil dies für die Stadt ein wichtiger Termin ist.
    Hörensagen auf Zuflüstern ist wohl vieles aber mit Sicherheit kein echter Journalismus sondern hat dann tendenziöse Züge in der Berichterstattung. Sowas kennt man bislang nur aus dem Raum der AfD. Ich hoffe, dass bleibt ein Einzelfall.
    Nebenbei: ich hab Sie vor Ort auch gar nicht gesehen…
    Mit freundlichen Grüßen

  2. Sehr geehrte Leserin,

    dass Sie unsere Artikel lesen, freut mich. Zu gutem Journalismus gehört für mich das Hinterfragen. Das mache ich bei unterschiedlichen Akteuren, damit ich mir ein umfassendes Bild machen kann. Genau das erwarten auch unsere Leserinnen und Leser von uns. Das ledigliche Wiedergeben von Pressemitteilung ist nicht mein Ansatz, auch wenn das von Einzelnen gewünscht wird. Wie man an steigenden Leserzahlen der Artikel sieht, wird kritischer Journalismus gewürdigt.

    Leider haben wir keine Einladung zu dem Edeka-Termin bekommen, daher musste ich vor allem auf die von Edeka an mich gesendete Presseinformation zurückgreifen. Für den vorliegenden Artikel haben ich zusätzlich u.a. bei Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung nachgefragt. Spätestens wenn mehrere Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung unabhäng voneinander das inhaltlich Gleiche sagen oder bestimmte Eindrücke vermitteln, dann ist das für mich der Auftrag noch genauer hinzuhören. Es tut mir leid, wenn Sie erwartet haben, dass ich bei Ihnen nachfrage. Das war meiner Einschätzung nach nicht nötig, da Ihre Meinung zu dem Termin bereits umfangreich öffentlich kundgetan wurde.

    Für weitere Rückfragen stehe ich jederzeit für Sie zur Verfügung.

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