Wiesenburg: Kriminalistische Spürnasen waren gefragt

Wiesenburg. Man schreibt das Jahr 1676. Paris erwacht aus einem Albtraum! Monatelang hielt die Marquise de Brinvilliers Frankreich mit einer Serie von Giftmorden in Atem. Grund genug für den Sonnenkönig, seinen Polizeipräfekten auf die teuflische Marquise anzusetzen. Der lockte sie in eine Falle – und das Beil des Scharfrichters setzte dem Spuk ein Ende. Um Frankreichs Helden zu feiern, lädt die verruchte Wahrsagerin Catherine die noble Pariser Gesellschaft zum Galadinner. Plötzlich ereignet sich ein grauenhafter Vorfall und es wird offenbar: die Giftmorde gehen weiter! Unter der goldenen Oberfläche des Adels öffnet sich ein Abgrund aus Intrigen – der bis ins königliche Schlafgemach reicht…

Das Papiliotheater ist das Dinner Theater für historische Kriminalfälle. Spektakuläre Ereignisse der Geschichte liefern dafür die Ideen. Die berühmte Giftaffäre, die im 17. Jahrhundert Frankreich erschütterte, stand Pate für diesen barocken Cocktail aus Verrat, Eifersucht und einem verhängnisvollen Mordkomplott. Die Protagonisten: eine rachsüchtige Mätresse und ihr indischer Diener, eine skrupellose Hexe, ein listiger Polizeipräfekt und eine steinalte Wahrsagerin. (Quelle: www.papiliotheater.de )

Wie die Geschichte weiter ging, konnten die Gäste am vergangenen Samstag in der „Schlossschänke zur Remise“ erleben. Denn sie alle waren Gäste des Galadinners. Und konnten dabei sogar eine Rolle übernehmen. Was einige auch mit viel Spaß an der Sache taten. Auch die Remise erwies sich als wahrhaft königlicher Gastgeber. Hatte sie doch erst kürzlich das Prädikat für Brandenburger Gastlichkeit erhalten. „Wir sind mächtig stolz darauf“, so Susanne Rose, die gemeinsam mit Ehemann Matthias das Lokal betreibt. Immerhin hatte man sich zum ersten Mal beworben und es hat sofort geklappt. Das sei auch Anreiz für das kommende Jahr, so Susanne Rose. Zudem möchte man sich für die Special Auszeichnung als Gastgeber des Jahres bewerben. Das alles so gut geklappt hat, ist nicht selbstverständlich, denn die Tester kamen ausgerechnet am Wochenende 48 Stunden Fläming. Aber so konnten sie gleich beurteilen, wie in der Remise unter Stress gearbeitet wird. Dabei wurden im Vorfeld Website und Social Media Kanäle beurteilt und auch die Freundlichkeit bei telefonischen Reservierungen. Vor Ort ging es dann um Sauberkeit, auch vor der Gaststätte, die Speisekarte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ganz wichtig ist den Testern der Service. Wird man freundlich begrüßt, auch wenn man nicht reserviert hat, wird ein Aperitif angeboten und auch zwischendurch nach Wünschen gefragt. „Dass die Gäste Testesser sind, merkt man erst beim Bezahlen, wenn diese einen entsprechenden Gutschein vorlegen“, so Susanne Rose.

Nach diesem Erfolg für das gesamte Team ging es natürlich umso enthusiastischer an die erste größere Veranstaltung danach. Auch das Menü war adelig, da hatte man schon auf besondere Zutaten Wert gelegt. Neben einem Rehragout gab es auch eine vegetarische Hauptspeise und eine mit Fisch.

Vor dem leckeren Dessert, einer Weinschaummousse mit Traubensalat, waren aber erst einmal die Gäste gefragt. Nach drei Schauspieleinlagen sollten sie nun aus ihren „Ermittlungen“ den Mörder finden. Wer es war, darf natürlich nicht öffentlich gesagt werden. Zum einen gibt es immer wieder dieselbe Veranstaltung und das Rätsel muss immer aufs neue gelöst werden, zum anderen würde man damit allen, die sich für das Krimidiner interessieren, den Spaß nehmen.

Zumindest mit den Schauspielern gibt es aber ein baldiges Wiedersehen. Am 21. Dezember präsentieren sie nämlich in der Remise „Grimms wahre Märchen“, ein Märchendinner für Erwachsenen. Wer mit dem Krimidinner also noch nicht genug hat und vor allem von der Aufführung begeistert war, sollte sich schnell Karten sichern und es unter Freunden und Bekannten weiter erzählen. Und vielleicht sind die Karten ja für diesen oder jenen auch ein passendes Weihnachtsgeschenk!

Aufrufe: 1