Gut Schmerwitz: 1000 Euro für einen guten Zweck

Schmerwitz. Weihnachtsmarkt auf einem landwirtschaftlichen Gut – da kam auch der Weihnachtsmann passend daher, nämlich auf einem Traktor. Ehe er losfahren konnte, wurde er aber erst mal von den ersten Kindern aufgehalten. Aber ohne ein kleines Lied oder Gedicht durften auch diese nicht in den prall gefüllten Sack greifen.

Im Vorfeld wurde aber schon der nunmehr zweite Spendenlauf absolviert. Es gab 29 Anmeldungen dafür, darunter 7 Kinder. Es ging auf einen Rundkurs durch den Ort mit einer Länge von 1,5 Kilometern. Dieser musste von den Kindern ein Mal, von den Erwachsenen vier Mal gelaufen werden. Die Startgelder und Spenden wurden vom Gut noch einmal aufgerundet und so kann sich der Suchthilfeverein „Scarabäus“ über 1000 Euro für seine zukünftigen Vorhaben freuen.

Bei den Kindern siegte Pia Granat vor ihrer Schwester Lea und Carlos Siemoneit, bei den Erwachsenen Markus Kühle vor Jana Heinrich und Matti Müller. Den weitesten Anfahrtsweg zu Lauf hatte Jana Heinrich. Die 53 jährige läuft schon seit 20 Jahren, auch mal einen Halbmarathon. Als sie an einem Wettkampf in Wiesenburg/Mark teilgenommen hatte, war die Potsdamerin auf der Suche nach einem Hofladen in der Nähe. Im Internet stieß sie auf das Gut Schmerwitz und damit auf den Adventsmarkt und den Spendenlauf und beschloss, daran teilzunehmen. Auch Gunnar Stammwitz war wieder dabei. Seit seinem 15. Lebensjahr läuft er aktiv. Selbst einmal Hilfe bei „Scarabäus“ bekommen, bringt er sich nun ein und läuft auch gemeinsam mit den derzeitigen Bewohnern. „Zum einen, um fit zu bleiben“, so Stammwitz, „und wenn es dann noch für einen guten Zweck ist, macht es nochmal so viel Spaß.“

Waltraut van Schoonhoven, Mitinhaberin des Gutes, ließ es sich auch diesmal nicht nehmen, die Preise an die Läufer zu übergeben. Und natürlich freute sie sich über die zahlreichen Besucher. Man hatte in diesem Jahr Teile des Weihnachtsmarktes in die Scheune verlegt. Zum einen wegen des ungewissen Wetters, zum anderen aber auch wegen des Lichts. „ So richtig schön ist doch ein Weihnachtsmarkt erst, wenn es dunkel wird und die Lichter überall leuchten“, so Waltraut van Schoonhoven.

So will man auch in Zukunft dem bisherigen Konzept treu bleiben und weniger Augenmerk auf den Kommerz, sondern eher auf die Gemütlichkeit legen. Aber etwas fehlt ihr noch, sagte sie, etwas, wo die Leute mitsingen können. Da wird man im nächsten Jahr schauen, ob man einen Chor oder eine Singegruppe für Auftritte gewinnen kann. In diesem Jahr begeisterten die Funkengarde des Golzower Karnevalsvereins und wie schon im vergangenen Jahr die Bläser der Brandenburger Symphoniker.

Die Gäste hatten derweil Zeit zum Bummeln, für Kaffee und Kuchen, Gegrilltes und deftigen Eintopf. In der Töpferei herrschte Andrang – so manch einer fand dort noch ein Weihnachtsgeschenk. Auch der Hofladen war natürlich geöffnet und die Besucher nutzen die Gelegenheit ausgiebig, um sich mit Bioprodukten einzudecken.

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