Wiesenburg: Neues Café – neuer Raum für Trauungen

Wiesenburg. Ab dem 3. August ist Wiesenburg um eine gastronomische Attraktion reicher. Dann eröffnet nämlich das „Café am Schlosstor“ unter Leitung von Susanne und Matthias Rose im ehemaligen Atelier der Künstlerin Frieda Knie. Und nicht nur Kaffee und Kuchen wird es dort geben, es wird auch ein neuer Ort für Trauungen sein. Gemeinsam mit Standesbeamtin Nancy Fröhlich hat man die Räumlichkeiten für gut befunden und auch schon mal probeweise einen festlichen Raum eingerichtet.

Seit Juli 2019 planen Susanne und Matthias Rose den neuen Anziehungspunkt. Nach dem Auszug von Frieda Knie suchte die Gemeinde mit einer Ausschreibung nach einem Nachmieter. Die Inhaber der Remise führten ein Gespräch mit dem Bürgermeister und bewarben sich schließlich um das Objekt. Nach dem Parkfest fiel dann die Entscheidung. Bei der ersten Besichtigung war Susanne Rose sofort von den Räumlichkeiten begeistert und hatte sogleich Pläne im Kopf, wie es aussehen könnte. „Die Räume haben absolut zu meinen Vorstellungen gepasst“, sagt sie.

Natürlich musste sie nun schauen, wie Tresen Küche und auch Kaffeemaschine passen und angeordnet werden können. Ein Raum wurde als Küche eingerichtet. Im Eingangsbereich am Empfangstresen wird schon ein Tisch mit Sitzplätzen stehen, weitere in den anderen Räumen. Etwa 25 Leute werden im Inneren Platz haben. Aber auch vor dem Eingang werden sich Gäste setzen können. Besonders schön ist, dass es auch einen Sommergarten auf der Rückseite geben wird. Dort sind ebenfalls Tische und Stühle geplant. Zusätzlich hat man einen tollen Ausblick auf den Mehrgenerationenplatz, wo es ja auch noch Sitzmöglichkeiten gibt. Man sieht Susanne Rose die Begeisterung an. „Ich habe ein gutes Bauchgefühl“, so die Gastronomin, „und das hat mich eigentlich noch nie im Stich gelassen.“

Im neuen Café wird es neben Kaffee und Kuchen auch ein Frühstücksangebot geben sowie auch zusätzlich belegte Brötchen für die „Nicht-Süßen“. Man ist am Überlegen, auch eine Tagessuppe als kleinen Imbiss anzubieten. „Das aber nur zur passenden Jahreszeit“, sagt Susanne Rose, „bei 30 Grad im Schatten wollen die Leute keine heiße Suppe essen.“ Da ist ein großer Eisbecher schon besser. Bei Kuchen und Eis legen Susanne und Matthias Rose Wert auf Regionales. Das Eis kommt aus der Eisdiele Eggenstein, der Kuchen von Bäcker Gehricke, beide ansässig in Bad Belzig.

Ein besonderes Highlight des Cafés wird der integrierte Regionalladen sein. Dabei arbeitet man mit „Echt Fläming“ zusammen. “ECHT Fläming” ist eine Regionalmarke, die die Zusammenarbeit von Landwirten, Lebensmittelproduzenten, Verarbeitern, Gastronomen, Händlern, Dienstleistern und Vereinen in der Fläming-Region darstellt und fördert. Von dort werden regionale Produkte bezogen, aber Susanne und Matthias Rose haben auch eigene Zulieferer. So können die Kunden sicher sein, dass alle Produkte aus der Region kommen. Mehr Informationen zu „Echt Fläming“ gibt es auf https://www.echt-flaeming.de.

Mit dem Café wird auch die Remise etwas entlastet. „Wir haben dort nicht genug Sitzplätze“, so Susanne Rose. Nach der Eröffnung könne man die Gäste besser aufteilen. Wer also nur Kaffee und Kuchen möchte, kann ins Café gehen, wer warm essen möchte, bleibt in der Remise. Läuft alles gut an, wird ein zusätzlicher Arbeitsplatz geschaffen. Auch Susanne Roses Büro zieht mit um. Das sei ihr besonders wichtig wegen zu führender Absprachen, für die sie sonst immer einen Tisch im Restaurant blockieren musste. Auch für die Gäste ist dann mehr Intimität gewährleistet. Die Öffnungszeiten werden so angepasst, dass immer eine von beiden Gastronomieeinrichtungen geöffnet hat. Es gibt also quasi keinen Ruhetag. Jetzt muss noch ein neues Kassensystem angeschafft werden, ehe es losgehen kann. Ebenfalls wird das Café dann auch für kleinere Veranstaltungen, wie Lesungen, genutzt um die Remise für die Esssensgäste frei zu halten.

Viele Bürger hatten schon bei Susanne Rose angefragt, warum sie nicht jetzt schon öffnen. Zum einen habe die Corona Krise ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, so die Wirtin. Zum anderen mussten sie ihre finanziellen Mittel mit Bedacht einsetzen und Schritt für Schritt alles fertig machen.

Bereits am 1. August findet die erste Trauung in den neuen Räumen statt. Zwei Tage später ist dann von 12 bis 17 Uhr die offizielle Eröffnung.

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