Wiesenburg: Sie klingt wie seit Jahren nicht mehr – Orgelkonzert nach Reparatur der Hübner-Orgel

Wiesenburg. Wohl kaum ein Wiesenburger weiß, welch bemerkenswerte Orgel (1755 von J. E. Hübner aus Wittenberg erbaut) die Wiesenburger Marienkirche birgt. Auch ist diese Orgel in ausgesprochenen Orgelkonzerten – bisher – äußerst selten zu hören. Zwar wird sie regelmäßig und ehrenamtlich von Werner Oeler, der sich Ende der 90er Jahre sehr für ihre Restaurierung eingesetzt hat, in den Gottesdiensten gespielt. Auch ist manche Reisegruppe schon in den Genuss einer Kirchen- und Orgelführung durch ihn gekommen. Und oft ist die Orgel sonnabends in den Mittagsstunden zu hören. Aber die letzten beiden trockenen Sommer haben der Orgel etwas zugesetzt.

Das machte eine Reparatur an den Windladen und dann umfassende Neustimmung notwendig, die durch die zuständige Orgelbaufirma Schuke ausgeführt wurden. Nun klingt die Orgel so, wie sie seit Jahren nicht mehr zu hören war. Diesen glücklichen Umstand nimmt die evangelische Kirchengemeinde zum Anlass, sie ausführlich und in all ihren unterschiedlichen Klangfarben in einem Orgelkonzert zu Gehör zu bringen. Dazu konnte Professor Klaus Eichhorn aus Berlin gewonnen werden, dessen Hände und Füße sich besonders wohl auf den Tasten und Pedalen von 300 Jahre alten Orgeln fühlen. Er ist ein ausgesprochener Kenner und Spezialist historischer Orgeln und für Alte Musik.

So wird er Orgelmusik von Dietrich Buxtehude, Georg Böhm und J. S. Bach spielen wie sie vor 250 Jahren vielleicht auch schon auf ihr erklungen ist.

Orgelkonzert auf der Hübner-Orgel in Wiesenburg  am Sonnabend, 1.8.2020, um 16.00 Uhr

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