140qm Coworking-Fläche für lokale mobil Arbeitende in Bad Belzig und Wiesenburg/Mark 

Stadt Bad Belzig, Wiesenburg. Im Hohen Fläming werden 2021 neue Coworking-Möglichkeiten entstehen. Dafür sorgen die beiden Kommunen Bad Belzig und Wiesenburg/Mark zusammen mit dem Coworking Space Coconat in Klein Glien und dem dort angesiedelten Verein Neuland 21. Das Angebot richtet sich an Berufstätige aus der Region, die flexibel arbeiten können, und bietet diesen eine Alternative zum Homeoffice oder zum Pendeln ins Büro.

„Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt auch im Fläming nachhaltig verändert. Ortsunabhängiges Arbeiten erweist sich hier als zukunftsweisend“, sagt Marco Beckendorf, Bürgermeister in Wiesenburg/Mark. „Mit dem Aufbau von Coworking-Strukturen nutzen wir die Vorteile, die uns die Digitalisierung bietet und fördern neue Möglichkeiten, auf dem Land zu leben und zu arbeiten. Wir stärken damit die Attraktivität der Region für Unternehmen und Arbeitgeber, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie für Rückkehrende und Zuziehende“, so Beckendorf weiter.

Im Gebäude des Bahnhofs Wiesenburg, dessen Eigentümerin die Bahnhofsgenossenschaft ist, wird zunächst auf rund 20 qm der erste Coworking Space in der Kommune umgesetzt. Er ist Teil der weiteren Entwicklung des Bahnhofsquartiers und bietet eine direkte Verbindung zur RE 7. Der Raum ist offen für alle, die konzentriertes Arbeiten außerhalb der eigenen vier Wände suchen.  Ihm angeschlossenen ist ein gemütliches Café, betrieben durch die Countrygolf GmbH, für die wohlverdiente Pause dazwischen.

Coworking in der S-Bahn
Coworking in der S-Bahn

Auf dem Gutshof des Coworking Space Coconat in Klein Glien wird ein etwa 120qm großes Areal für lokales Coworken umgebaut. Herzstück des neuen Vorhabens ist ein historischer S-Bahn-Wagon von 1925, der momentan noch in Berlin Schöneweide steht und vom Historische S-Bahn e.V. für das gemeinwohlorientierte Projekt zur Verfügung gestellt wird. Dieser soll ab April auf dem Gelände des Gutshof stehen und mit Einzelarbeitsplätzen ausgestatten werden. „Die S-Bahn symbolisiert das Arbeiten ohne Pendeln und bietet Raum zum Coworken für Menschen mit Schreibtischtätigkeiten. Dazu gehören Selbstständige aus unterschiedlichen Branchen, aber auch Angestellte aus der Region sowie Pendlerinnen und Pendler, die flexibel arbeiten können. Sie erwartet bei uns Arbeiten in produktiver Atmosphäre und Austausch in einer lebendigen Community“, erklärt Janosch Dietrich, Mitbegründer des Coworking Space Coconat.

“An dem Modell des Coconat sehen wir deutlich, dass Digitalisierung nicht nur im Silicon Valley oder in Metropolen stattfindet, sondern auch im ländlichen Raum Einzug hält und hier ein zukunftsfähiger Wirtschaftsfaktor werden kann”, sagt Roland Leisegang, Bürgermeister in Bad Belzig.

Der Aufbau neuer Coworking-Strukturen im Fläming wird gefördert durch das Modellprojekt Heim[at]office von Neuland 21 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg und ist integraler Bestandteil des geplanten Smart City Projekts. Hier sind in den kommenden Jahren weitere Aktivitäten und Investitionen zu erwarten. Im September 2020 wurden Bad Belzig und Wiesenburg/Mark in das Förderprogramm “Smart Cities” des Bundesinnenministeriums aufgenommen mit dem Ziel, im Laufe der nächsten sieben Jahre eine digitale Strategie für das Landleben der Zukunft zu erarbeiten und umzusetzen.

(Pressemitteilung des Vereins Neuland 21 | Artikelfoto: Geplante S-Bahn auf dem Gelände des Coconats in Klein Glien)

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