Bad Belzig: Auf in den Zirkus – noch bis zum 2. Januar

Bad Belzig. Wer zwischen den Feiertagen noch nicht wirklich einen Plan hat, der sollte sich unbedingt den Bad Belziger Weihnachtszirkus ansehen. Der Zirkus Aramannt aus Medewitzerhütten gastiert erstmals auf dem Turnplatz. Auch dank der Unterstützung der Stadt wurde dies möglich. Und auch die Zirkusleute freuen sich, in der Heimat spielen zu können.

„Das Echo vom Publikum war bisher sehr gut“, berichtet Chefin Heidi Spindler. Aber ansonsten hat alles doch mehr gekostet, als gedacht, vor allem, weil es so kalt war. So musste mehr in Heizung investiert werden – 1000 Liter Heizöl wurde geordert– und auch die 2G Regel schränkte die Besucherzahl ein. „Da könnten es gern noch etwas mehr werden“, so Heidi Spindler. Man sei noch nicht mit einem blauen Auge raus, heißt, noch decken die Einnahmen nicht die Ausgaben. Bis zum 2. Januar 2022 ist der Zirkus noch vor Ort. Unter der Woche beginnen die Vorstellungen um 16 Uhr. Ebenso Silvester. Da ist noch einmal Familientag mit preisgünstigeren Eintrittskarten. Am 1. Und 2. Januar ist um 15 Uhr Vorstellungsbeginn.

Kinder und Erwachsene waren begeistert. Zumal auch der Weihnachtsmann immer vor Ort ist. Landwirt Matthias Wandel ist in das Kostüm geschlüpft. Er hatte nach Zeitungsbeiträgen Futter für die Tiere gespendet, denn diese waren in den Coronahilfen vom Staat nicht einbegriffen. Immer wieder besuchte er den Zirkus in Medewitzerhütten. „So entstand eine neue Freundschaft“, erzählt Wandel, und so ließ er es sich nicht nehmen, auch beim Weihnachtszirkus zu unterstützen. Und wo darf man sich schon beim Weihnachtsmann persönlich in die Coronaliste eintragen. Und auch in der Manage hatte der Weihnachtsmann noch einen Auftritt, denn in seinem Sack befanden sich noch einige Süßigkeiten. Die Kinder durften in die Manege kommen und bekamen für ein Gedicht einen Beutel Süßigkeiten.

Im Programm wechselten sich Artistik, Tiere und Komik ab. Für viele vielleicht neu, dass es weder Löwen noch Elefanten im Zirkus Aramannt gibt. Die Tierdarbietungen werden ausschließlich mit Haustieren durchgeführt. Die einzigen Exoten warnen die beiden Riesenschlangen. Mit diesen ging Joline ans Publikum, so dass jeder, der wollte, die Tiere auch einmal anfassen durfte.

Den größten Lacher produzierten wohl die Gänse. Erstaunlich, wie die Zirkusleute auch mit ihnen eine lustige Nummer hinbekommen haben. „Gänse hatten schon meine Eltern im Zirkus“, erzählt Heidi Spindler.

Beeindruckend auch die Hohe Schule der Reiterei von Joline und ihrem neuen Hengst. Elegant anzusehen waren die artistischen Darbietungen, wie die Choreografie von Eugene am Ring unter der Zirkuskuppel und der Tanz auf dem Drahtseil von Joline. Zur Unterstützung bei den Tanzdarbietungen war Madlen, eine gute Freundin der Mädchen, mit eingesprungen. Viel Gelächter gab es immer, wenn Clown Franky zwischen den einzelnen Auftritten in die Manege kam. Er verstand er perfekt, das Publikum einzubeziehen und ließ sich auch von Conférencier Joey nicht von seinen Späßen abhalten. Alles in allem eine gelungene Vorstellung, die nur zu empfehlen ist.

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